(K.K.) Im dritten Jahr der gleiche Modus - das ist für deutsche Eishockey-Verhältnisse schon etwas Besonderes. So gesehen hat sich die am Wochenende beginnende Aufstiegsrunde zur Oberliga mit den sechs Besten der Regionalliga NRW sowie je zwei Vertretern aus den Regionalligen Hessen und Baden-Württemberg in den beiden letzten Jahren bewährt.
Teilnehmer der Runde, in der mit Hin- und Rückspielen ein Play-off-Quartett ermittelt wird, das den Aufsteiger ausspielt, sind aus NRW der Meister EHC Dortmund, die Dinslakener Kobras, die Zweitvertretung der DEG MetroStars, der Herner EV, der Neusser EV und die Zweitvertretung des Iserlohner EC, aus Baden-Württemberg der Meister ESV Hügelsheim und der Stuttgarter EC (die Amateurmannschaft der Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen) sowie aus Hessen der Vizemeister VERC Lauterbach. Meister RSC Darmstadt hat aus organisatorischen Gründen auf eine Teilnahme verzichtet. Ob es dafür einen Nachrücker gibt, stand gestern noch nicht fest.
Somit geht wahrscheinlich ein Neuner-Feld an den Start, aus dem sich vier Teilnehmer für das Abenteuer Oberliga interessieren: Dortmund und Herne sowie Hügelsheim und Stuttgart. Der Neusser EV, der vor zwei Jahren aus finanziellen Gründen auf den sportlich erkämpften Aufstieg verzichtet hat und in der vergangenen Saison noch ein gewichtiges Wort mitreden konnte, gilt diesmal nur als Mitläufer.
„Die Play-offs wären die Erfüllung unserer Träume,“ schätzt NEV-Pressesprecher Wolfgang Steinfort die Lage ein. Zumal NRW-Vize Dinslaken sowie die bislang enttäuschende DEG-Zweite auch ernsthafte Ambitionen auf einen Play-off-Rang angemeldet haben. Die Düsseldorfer sind als haushoher Regionalliga-Favorit gestartet und sollten in die Oberliga durchmarschieren.
Sie blieben aber schon in der Regionalliga mit 17 Minuspunkten weit hinter den Erwartungen zurück und werden ohne Verstärkungen auch in der Aufstiegsrunde keine Bäume ausreißen. Der NEV wird zwar schwächer als in den beiden vergangenen Aufstiegsrunden eingeschätzt und ist auch selbst von seinem fünften Platz in der Regionalliga enttäuscht, doch so schwach wie die Fachzeitschrift Eishockey NEWS es sieht - „Tabellenende mit Lauterbach“ - sind die Schützlinge von NEV-Trainer Andrej Fuchs nicht.
„Schließlich haben wir alle vor uns rangierenden Regionalliga-Teams mindestens einmal geschlagen und nur ein Heimspiel verloren,“ konstatiert NEV-Vize Rolf von der Heiden. Der aber auch realistisch sieht, dass seine Mannschaft eine solch starke Leistung wie zuletzt beim begeisternden 6:4-Sieg über die Zweitvertretung der DEG-MetroStars nicht kontinuierlich bringen kann.
„Dafür fehlt uns einfach nach den Abgängen von David Bromè, Sascha Schmetz und der schweren Knieverletzung von Kai Oltmanns das Potential.“ Der Schwede Bromè hatte sich, obwohl erfolgreichster Torschütze und Punktesammler, im Team nie so recht wohlgefühlt. Und nun ging aus wohl ähnlichem Grund mit Sascha Schmetz ein weiterer torgefährlicher Stürmer.
Das macht die Aufgaben für Trainer Fuchs nicht leichter, der ursprünglich darauf gehofft hatte, die Saison mit vier Blöcken spielen zu können. Nach dem Ausscheiden von Sebastian Emde stehen ihm nur noch sieben Verteidiger zur Verfügung, und für drei Sturmreihen hat er in Dennis von der Heiden nur noch einen gelernten Mittelstürmer. Bleibt zu hoffen, dass Oltmanns in ein paar Wochen wieder fit ist.
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