kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Lokalsport: „Schon fast wie Champions League“

VON DIRK SITTERLE - zuletzt aktualisiert: 18.02.2009 - 21:29

Der UEFA Regions’ Cup macht am 19. März mit zwei Begegnungen der Zwischenrunde Station im Grevenbroicher Schloss-Stadion

In Duisburg erhielt die Delegation aus der Schloss-Stadt mit Herbert Schikora, Vorsitzender des TuS Grevenbroich, Sportamtsleiter Friedbert Hamacher (v.l.) und Obmann Laddy Birbaum (vorne r.) Instruktionen von FVN-Geschäftsführer Rainer 
Lehmann (Vierter v.l.). 
 Foto:  U. Neumann
In Duisburg erhielt die Delegation aus der Schloss-Stadt mit Herbert Schikora, Vorsitzender des TuS Grevenbroich, Sportamtsleiter Friedbert Hamacher (v.l.) und Obmann Laddy Birbaum (vorne r.) Instruktionen von FVN-Geschäftsführer Rainer Lehmann (Vierter v.l.). Foto: U. Neumann

Fast genau sechs Jahre nach dem U18-Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich lockt am 19. März wieder internationaler Fußball ins Grevenbroicher Schloss-Stadion. Dieses Mal bringen jedoch nicht angehende A-Nationalspieler wie René Adler (Bayer Leverkusen), Marcel Jansen (Hamburger SV) oder Marvin Compper (1899 Hoffenheim), die am 13. März 2003 eine 0:1-Niederlage hatten einstecken müssen, ihre auch damals schon beachtlichen Fähigkeiten zum Vortrag - die „Union of European Football Associations“, kurz UEFA, kommt mit ihrem Regions’ Cup in den Rhein-Kreis Neuss.

Der ursprünglich seit 1966 aufgelegte Wettbewerb, an dem ausschließlich Amateur-Kicker teilnehmen dürfen, führt alle zwei Jahre regionale Auswahlmannschaften zusammen. Als Sieger des Länderpokals vertritt in diesem Jahr der Fußball-Verband Niederrhein (FVN) die Farben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). „Darum haben wir uns dazu entschieden, uns als Austragungsort für die Zwischenrunde zu bewerben“, so FVN-Geschäftsführer Rainer Lehmann. Hat funktioniert.

Info

Der UEFA Regions’ Cup

In seinem jetzigen Format gibt es den UEFA Regions’ Cup erst seit 1999. Seither findet der Wettbewerb, an dem alle 52 Mitgliedsverbände der UEFA teilnehmen können, sofern sie über eine nationale Meisterschaft verfügen, alle zwei Jahre statt. In Vor- und Zwischenrunde werden acht Endrunden-Teilnehmer ermittelt, die, aufgeteilt in zwei Vierergruppen, um zwei Plätze im Finale spielen. In den Regionalteams dürften nur Amateure, also Kicker, die noch nie einen Vertrag als Lizenzspieler unterzeichnet haben, mitwirken.

Das bedeutet: Vom 17. bis 21. März sind am Niederrhein die Vertreter Belgiens (Kempen), Nordirlands (Eastern Region) und Maltas (darf als kleiner Verband mit einer Nationalmannschaft antreten) zu Gast. Das Mini-Turnier beginnt in Ratingen (17. März) mit den Partien Nordirland gegen Malta (16 Uhr) sowie Deutschland gegen Belgien (19 Uhr). Erst danach wird entschieden, wie der weitere Spielplan aussieht. „Dass wir erst zwei Tage vorher wissen, wer wann spielt, ist für uns natürlich nicht so günstig“, moniert der beim Ausrichter TuS Grevenbroich für die Pressearbeit zuständige Ulrich Neumann. Sicher ist nur, dass die deutsche Auswahl das zweite Spiel (19 Uhr) bestreitet. Das erste Match wird um 16 Uhr angepfiffen. Die Entscheidung, welches Team die Endrunde erreicht, fällt dann am 21. März in Duisburg.

Bereits jetzt liegt dem TuS und der Stadt Grevenbroich eine mehr als 50 Seiten umfassende UEFA-Broschüre mit zu erfüllenden Auflagen vor. „Da meint man, da findet ein Champions-League-Spiel statt“, stöhnt Neumann amüsiert. Jede Kleinigkeit sei reglementiert, vom Ordnungs- und Sanitätsdienst über den Stadionarzt, VIP-Räume, Parkplätze, Balljungen und Beflaggung des Stadions bis hin zur musikalischen Umrahmung, „ja, selbst die Größe der Ersatzbänke und das Essen. Da kannst du nicht einfach Schweineschnitzel oder Buletten reichen“.

Im vorläufigen Aufgebot der von Gerd Bode trainierten FVN-Auswahl steht kein Kicker aus dem Rhein-Kreis Neuss. Das Gros der Mannschaft stellen Vereine der NRW-Liga wie der MSV Duisburg II, Fortuna Düsseldorf II, SSVg. Velbert, ETB SW Essen und Rot-Weiß Essen II. Die Niederrheinliga ist durch Union Solingen, den Wuppertaler SV Borussia II und den VfB Speldorf vertreten. Dort spielt im Übrigen auch der SC Kapellen, in dessen Reihen sich mit Sven Raddatz, Nico Rittmann oder Gordon Weniger ebenfalls durchaus interessante Fußballer befinden. Ihre Nominierung würde sich sicher auch positiv auf die Zuschauerzahlen auswirken. „Das käme uns natürlich sehr zugute“, bestätigt Franz-Josef Esser, Sportlicher Leiter des TuS Grevenbroich.

Info www.uefa.com.


 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Christoph Schindler, hier gegen Christian Caillat und Hany El Fakharany, war mit neun Toren der beste Werfer des Abends.

Fans stehen hinter dem TSV

Nach acht Minuten war alles vorbei

Fünfzig Minuten hielt Handball-Bundesligist TSV Dormagen am Freitagabend gegen, doch der 1:7-Rückstand gegen die Füchse Berlin war bei der 26:34-Niederlage nicht mehr wettzumachen. VON Volker Koch  mehr

 
Im Rahmen der Begegnung des TSV Dormagen gegen die Füchse Berlin (Hinspiel 27:28,

Die Entscheidung ist gefallen

Wer ist "NGZ-Sportler des Jahres"?

Die NGZ-Leser haben entschieden: Der „Sportler des Jahres 2008“ wird heute im Rahmen des Handball-Bundesligaspiels zwischen dem TSV Dormagen und den Füchsen Berlin im TSV-Sportcenter vorgestellt. mehr

 

Dormagen spielt gegen Berlin

Um jeden Zentimeter kämpfen

 

Vortmann wechselt zu Dormagen

„Noch bin ich Berliner“

 
 
MEHR DHC RHEINLAND
TSV 1992/93: Jörg Scheuermann, Joachim Sproß, Michael Klemm, Maik Handschke, Norbert Nowak (o. v. l.), Manager Werner Nowak, Betreuer Herbert Genzer, Physio Dirk Stroda, Christian Fitzek, Robert Andersson, Michael Biegler, Hade Schmitz (m. v. l.), Karsten Kohlhaas, Matthias Schmidt, Holger Lidolt, Andreas Thiel, Christopher Klemme, Dieter Springel, Klaus Dyllong (v.l.)

DHC Rheinland

Das beste Team aller Zeiten

Noch eine Woche, dann endet mit dem Heimspiel gegen die SG Bietigheim die Geschichte des Dormagener Bundesliga-Handballs. In einer Serie erinnert die NGZ an herausragende Ereignisse aus dieser Zeit VON Volker Koch  mehr