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Handball: Sechs Tore fehlen zu Platz eins

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 - 21:50

Der TV Korschenbroich hat auch sein drittes Pflichtspiel der noch jungen Handballsaison gewonnen: Beim 34:26 über Tuspo Obernburg verbreitete der Zweitligist zwar wenig Glanz, ungefährdet war der Sieg aber trotzdem.

Durfte beim 34:26-Sieg über Tuspo Obernburg am Ende eine Viertelstunde lang spielen und bedankte sich dafür mit zwei Toren: Robin Doetsch, Rechtsaußen des TV Korschenbroich.  NGZ-Foto L. Berns Foto: NGZ
Durfte beim 34:26-Sieg über Tuspo Obernburg am Ende eine Viertelstunde lang spielen und bedankte sich dafür mit zwei Toren: Robin Doetsch, Rechtsaußen des TV Korschenbroich. NGZ-Foto L. Berns Foto: NGZ

Wenn Khalid Khan die Ergebnisse aus den anderen Hallen der Zweiten Liga Süd gekannt hätte, hätte der Trainer des TV Korschenbroich vielleicht weniger Wechselspiele vorgenommen in der zweiten Halbzeit. Denn nach zwei Spieltagen fehlen den Korschenbroicher Handballer gerade mal sechs Tore zur Tabellenführung – und die wären durchaus machbar gewesen beim 34:26-Sieg (Halbzeit 19:13) über zwar bemühte, streckenweise jedoch ergreifend harmlose Gäste von Tuspo Obernburg.

Doch Khan ist einer, der über den Tag hinaus denkt. Deshalb gab er seinen "Reservisten" Christoph Gelbke, Robin Doetsch und Markus Breuer Spielanteile, deshalb ließ er den aus Leichlingen gekommenen Florian Korte in der Schlussphase seine wuchtige Körpermasse einsetzen, und deshalb stellte er den vom Bergischen HC zugewanderten Mathias Fuchs erstmals vom Anpfiff weg auf die Regieposition in der Rückraummitte.

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Der nächste Spieltag

Der nächste Spieltag hat es in sich in der Zweiten Liga Süd. In drei Partien sind die Spitzenklubs unter sich:

SG BBM Bietigheim (1.) – HSG Düsseldorf (2.)

TV Hüttenberg (4.) – TV Bittenfeld (8.)

TV Neuhausen/Erms (5.) – TV Korschenbroich (3.)

Alles Experimente, die zwar nicht in die Hose gingen, aber zeigten, dass der TVK noch viel Luft nach oben besitzt im Kampf um einen einstelligen Tabellenplatz und die damit verbundene Qualifikation zur eingleisigen Zweiten Liga – das erklärte Ziel von Khan und Co.. Einem Ziel, dem er alles unterordnet in dieser Spielzeit. Deshalb auch die "für mich eher untypischen vielen Wechsel", wie der 44-Jährige nach dem Schlusspfiff aufklärte: "Wer weiß, wozu es gut ist, wer weiß, wofür wir die Spieler noch brauchen."

Dafür nahm er auch in Kauf, dass "man mich wegen dieser Taktik für arrogant hält." Diese Gefahr bestand bei den Gästen aus Mainfranken nun gar nicht. Die biederen Obernburger, bei denen allein noch die Routiniers Martin Justus (7/2 Tore) und – mit Abstrichen – Otto Fetser (5/2) an bessere Tage erinnern, freuten sich eher, auf diese Art und Weise Schadensbegrenzung betreiben zu können: Wäre der TVK sechzig Minuten mit aller Ernsthaftigkeit zu Werke gegangen, die Schlappe hätte leicht zweistellig ausfallen können.

So gestatteten die Hausherren Gästetorhüter Tim Lübker immerhin elf erfolgreiche Paraden – genau so viele, wie auf der Gegenseite Oliver Mayer bis zu seiner Auswechslung (43.) zu Wege brachte. Der hatte es nicht leicht, denn die größten Nachlässigkeiten erlaubte sich der TVK in der Abwehr. "Das hat mir gar nicht gefallen", schimpfte Khan, um sich selbst im nächsten Atemzug ein wenig zurück zu nehmen: "Aber das ist jetzt wirklich Jammern auf hohem Niveau."

Ob seine Schützlinge dieses Niveau tatsächlich besitzen, wird schon der nächste Spieltag zeigen: Da geht es zum TV Neuhausen – und gegen den hat er noch nie gewonnen (27:31, 31:31). Holt er das am Samstag nach, kann er tatsächlich Tabellenführer werden.

Quelle: NGZ

 
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