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Handball: Selbst Khan wirkt euphorisch

VON TOBIAS KÄUFER - zuletzt aktualisiert: 08.08.2010 - 21:00

Handball-Zweitligist TV Korschenbroich scheint im Kampf um Qualifikation für die eingleisige Liga eine gute Rolle spielen zu können. Das Testspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt machte deutlich, dass dank der Zugänge ein gesunder Konkurrenzkampf im Kader herrscht.

Hat weiterhin unangefochten die Führungsrolle im Rückraum des TV Korschenbroich inne: David Breuer. Doch der Konkurrenzkampf im Kader des Zweitligisten ist größer geworden, das zeigte die Partie gegen Flensburg.  Foto:  Tobias Käufer
Hat weiterhin unangefochten die Führungsrolle im Rückraum des TV Korschenbroich inne: David Breuer. Doch der Konkurrenzkampf im Kader des Zweitligisten ist größer geworden, das zeigte die Partie gegen Flensburg. Foto: Tobias Käufer

Khalid Khan ist niemand, der für allzu optimistische Einschätzungen bekannt ist. Umso überraschender, dass dem Trainer des TV Korschenbroich angesichts des erfolgreich abgeschlossenen Trainingslagers seiner Zweitliga-Handballer ein für ihn untypisch euphorischer Kommentar über die Lippen kam: "Die Mannschaft trainiert bislang auf einem unglaublich hohen Niveau."

Es scheint, als habe der TVK die richtige Mischung gefunden, um in der neuen Saison den Kampf um die Qualifikation zur eingleisigen Zweiten Liga wirklich nicht als chancenloser Außenseiter aufnehmen zu müssen. Die 23:28 -Niederlage im Saisoneröffnungsspiel gegen den Erstliga-Dritten SG Flensburg-Handewitt gab bereits wichtige Aufschlüsse. Die Mannschaft präsentiert sich angesichts der klugen Neuverpflichtungen in der Breite deutlich verbessert und stabiler. Zwar ist David Breuer immer noch der unangefochtene Ausnahmespieler, dahinter aber sind die Alternativen für Khan zahlreicher und der Konkurrenzkampf in der Mannschaft größer geworden.

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Die Torschützen

TVK: Gelbke, S. Breuer, Marquardt (je 2), D. Breuer (8/4), Doetsch (2), Görden (5), Ilper, Korte (je 1). Flensburg: Carlen (1), Eggert (8/8), Fahlgren (2), Mogensen (3), Svan (3), Blockus (2), Mocsai (4), Heinl (4), Szilagyi (1).-

Bestes Beispiel ist das Duell um die Rechtsaußenposition zwischen Platzhirsch Mathias Deppisch und dem jungen Herausforderer Robin Doetsch. Der ehemalige Dormagener scheint in der Vorbereitung einen großen Schritt nach vorne gemacht zu haben und darf sich nun Chancen ausrechnen, in der neuen Saison deutlich mehr Spielanteile zu erhalten.

Mit Neuzugang Mathias Fuchs vom Bergischen HC verfügt der TVK nun über einen Spieler, der die notwendige Erfahrung mitbringt, um auch in brenzligen Situationen kühlen Kopf zu behalten. Mit Spannung wird die Entwicklung von Florian Korte erwartet. Der großgewachsene Rückraumspieler bringt alle körperlichen Voraussetzungen mit, um irgendwann einmal zur Nummer eins auf der Königsposition im halblinken Rückraum heranzuwachsen. Hier aber meldet auch der wiedergenese Dennis Marquardt Ansprüche an.

Bleibt das Duell zwischen den Pfosten: Hier hat im Zweikampf der Neuzugänge Zwei-Meter-Hüne Oliver Mayer bislang die Nase vorn. "Ich hoffe, dass ich meinen Beitrag dazu leisten kann, dass wir in der kommenden Saison einen Platz unter den ersten neun Teams belegen können. Ich fühle mich hier jedenfalls auf Anhieb richtig wohl", strahlte der ehemalige Hannoveraner nach seinem starken Debüt in Halbzeit eins gegen Flensburg.

Am Ende gefielt sich dann aber Trainer Kahlid Khan wieder in der Rolle des Berufsskeptikers: "Ich erwarte von meinen Spielern nicht, dass sie nur ein oder zwei gute Spiele machen, sondern über Monate gute Leistungen abrufen."

Quelle: NGZ


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