Fußball (NGZ). Der SV Uedesheim ist seinen eigenen Ansprüchen gerecht geworden. Bei der zweiten Endrunde der Fußball-Kreishallenmeisterschaft in Dormagen gewann der Landesliga-Primus das Finale gegen den TuS Grevenbroich.
Die Liebhaber von rasantem Hallenfußball sind gestern in der Arena am Höhenberg auf ihre Kosten gekommen. Von Beginn an gab es bei der zweiten in Dormagen ausgetragenen Endrunde der Fußball-Kreishallenmeisterschaft viele Tore sowie rasante Spielzüge zu sehen. Großen Anteil daran hatte die erstmals angemietet Bande, die der Veranstaltung einen deutlich professionelleren Anstrich verlieh als bei der Premiere im Vorjahr. Den besten Fußball zeigte Landesligist SV Uedesheim, der sich deswegen auch verdient zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Hallentitel durch einen 6:3-Endspielsieg gegen den Ligakonkurrenten TuS Grevenbroich sicherte.
Kosten für die Bande
Mobile Bande Für die Miete der Bande rund um das Spielfeld in der Arena musste der Fußballkreis rund 900 Euro bezahlen.
Vereine verzichten Für die nicht unerheblichen Kosten suchte der Fußballkreis bis gestern Sponsoren. Dann erklärten sich aber spontan alle an der Endrunde beteiligten Vereine bereit, dafür auf ihren Anteil an den Zuschauereinnahmen zu verzichten.
"Wir waren einfach dran", meinte SVÜ-Coach Ingmar Putz, der sich aber direkt nach dem Finale gar nicht so recht freuen mochte, weil in Gestalt von Andrej Hildenberg einer seiner besten Spieler kurz vor der Schlusssirene umknickte. "Das sah nicht gut, es gab direkt eine Schwellung", erklärte Putz, der dem gestrigen Tag aber freilich auch viel Gutes abgewinnen konnte: "Wir wollten das Ding gewinnen und haben uns das auch verdient." Da wollte auch die Konkurrenz nicht widersprechen. Jörg Ferber, Trainer des Finalgegners TuS Grevenbroich, war auch der Überzeugung, "dass die beiden besten Mannschaften den Einzug ins Finale geschafft haben". Dass es für den TuS Grevenbroich nicht zum insgesamt fünften Hallentitel gereicht hat, führte Ferber darauf zurück, dass seine Mannen dieselben Fehler gemacht hätten wie im bisherigen Saisonverlauf auf dem Feld. "Wir verlieren zu oft den Ball in der Vorwärtsbewegung." Dabei hatte es im Endspiel zunächst noch gut ausgesehen, denn nach einer von viel Taktik geprägten Anfangsphase brachte Swen Rommerskirchen den TuS mit 1:0 in Front (7.). Doch direkt nach dem Seitenwechsel war es dann ein Doppelschlag von Andrej Hildenberg und Malte Hauenstein, der das Blatt wendete. Zwar erhöhte wenig später Güven Dalkiran auf 3:1 (12.), doch Rommerskirchen hielt den TuS zunächst im Spiel. Erst als Mo Salou das 4:2 markierte, Tayfun Kula eine dicke Chance zum Anschluss liegenließ und erneut Salou den anschließenden Konter zum 5:2 abschloss, war das Finale gelaufen (14.). Immerhin gestaltete Grevenbroich nach dem 6:2 durch Hauenstein durch das Tor von Lars Faßbender zum 3:6 das Endresulat noch freundlicher.
"Ich denke auch, dass die heute beste Mannschaft gewonnen hat", meinte Varol Besikoglu, der mit dem VdS Nievenheim den Titel nicht verteidigen konnte. Im Halbfinale war sein Team beim 1:3 gegen den SVÜ letztlich ohne Chance, der Ausfall dreier wichtiger Spieler wie Dean Puseljic, "Sa" Franciamore und Marek Koziatek wog einfach zu schwer. In der anderen Vorschlussrunde hatte der TuS Grevenbroich letztlich keine große Mühe, sich gegen den Stadtrivalen 1. FC Grevenbroich-Süd 4:2 durchzusetzen.
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