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Basketball: TG gleitet Sieg aus den Händen

VON DIRK SITTERLE - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012

Basketball (NGZ). Unglücklicher geht es eigentlich nicht mehr. Die Neusser Zweitliga-Basketballerinnen unterlagen der favorisierten BG Göttingen erst nach zwei Verlängerungen mit 61:64.

Bot eine überragende Leistung: Danina Skrobek (hinten). Deshalb unterlag die TG Neuss dem Tabellenzweiten Göttingen erst nach Verlängerung.  Foto:  -woi
Bot eine überragende Leistung: Danina Skrobek (hinten). Deshalb unterlag die TG Neuss dem Tabellenzweiten Göttingen erst nach Verlängerung. Foto: -woi

Nach 50 ungemein aufreibenden (Basketball-)Minuten benötigte Mathias Gierth erst mal eine kurze Auszeit. Zu überwinden galt es für den Trainer der in der 2. Damen-Bundesliga spielenden TG Neuss zunächst den Frust über eine extrem bittere Niederlage. Immerhin hatten seine Mädels den Tabellenzweiten BG 74 Göttingen in zwei Verlängerungen gepresst, ehe sie sich mit 61:64 (Halbzeit 29:16) geschlagen geben mussten.

Besonders ärgerlich für die am Ende untröstlichen Gastgeberinnen war, dass sie den nie und nimmer erwarteten Sieg bereits in ihren Händen gehalten hatten. Denn als die Uhr in der regulären Spielzeit bis auf knapp 30 Sekunden heruntergelaufen war, lagen die Neusserinnen mit 51:49 vorne. Die Anweisung des Trainers, den Ball einfach nur in den eigenen Reihen zu halten und damit die Gäste zu einem mit zwei Freiwürfen bestraften Foul zu zwingen, verhallte jedoch ungehört. Nach einem erfolglosen Wurfversuch der Neusserinnen landete der Ball prompt beim Gegner, zudem machte sich die TG beim Kampf ums Leder eines unsportlichen Fouls schuldig. Die fälligen Freiwürfe nutzte Göttingen acht Sekunden vor Schluss zum Ausgleich. Das Team aus Niedersachsen hatte danach sogar das Angriffsrecht, punktete jedoch nicht mehr. Gierth: "Das wäre wirklich der Super-GAU gewesen."

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Pech im Nachsitzen

Bereits am dritten Spieltag gegen die Mannschaft aus Grünberg hatte die TG Neuss in zwei fünfminütigen Verlängerungen gemusst. Und auch damals war die Sache am Ende schief gegangen. Neuss unterlag mit 70:74 (14:15,10:16, 19:13, 15:14, 5:5, 7:11).

Dass seine Schützlinge im zweimaligen Nachsitzen (5:5, 5:8) schließlich den Kürzeren zogen, stresste den Neusser Coach zwar sehr, verbaute ihm indes nicht den Blick auf die positiven Dinge: "Wir haben gezeigt, wozu wir als Mannschaft in der Lage sind." Trotzdem stieg er am Tag danach in die Einzelkritik ein: Ein Sonderlob verteilte er an Danina Skrobek, der er ein "hervorragendes Spiel" bescheinigte. Die Leistung des Kellerkindes aus der Quirinusstadt hatte auch Eindruck beim Titelkandidaten hinterlassen. Dessen Trainerin Jennifer Kerns sagte nämlich: "Unser Videotape vom Spiel könnt Ihr haben, aber nur, wenn Ihr nicht in die Play-offs kommt ..."

Quelle: NGZ


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