Aufgefallen Der Kampf bis zum Ende der zweiten Verlängerung hat sich gelohnt für die Handballer des TV Korschenbroich: In der zweiten DHB-Pokalrunde erwarten sie Europacup-Teilnehmer TV Großwallstadt in der Waldsporthalle. Der DHC Rheinland reist nach Gelnhausen.
Zweite DHB-Pokalrunde
Gruppe Süd: HBW Balingen – VfL Gummersbach; Tuspo Obernburg – HSG Wetzlar; Bergischer HC – TV Neuhausen; Stuttgarter Kickers – TSG Friesenheim; TSV Heiningen – Rhein-Neckar Löwen; TuS Wermelskirchen – FA Göppingen; SC DHfK Leipzig – SG Köndringen/Teningen; TV Gelnhausen – DHC Rheinland; SG Pforzheim/Eutingen – TV Groß-Umstadt; TSG Groß-Bieberau – TV Bittenfeld; HSC Coburg – TV Hüttenberg; TV Korschenbroich – TV Großwallstadt; HSG Gensungen/Felsberg – HSG Frankfurt; HC Erlangen – SG Bietigheim; TuS Ferndorf – HG Saarlouis. Freilos: MT Melsungen. Gruppe Nord: u.a. Wilhelmshavener HV – TBV Lemgo; Eintracht Hildesheim – SG Flensburg/H.; TuSEM Essen – SC Magdeburg; VfL Fredenbeck - THW Kiel, SG TMBW Berlin – TSV Hannover-Burgdorf; SV Oebisfelde – HSG Ahlen-Hamm. Freilos: TuS N-Lübbecke.
Korschenbroich/Dormagen Kai Wandschneider und Khalid Khan haben eine menge Gemeinsamkeiten. Dazu gehört auch, wie sie die zweite Runde im DHB-Pokal einschätzen – sowohl der Trainer des DHC Rheinland als auch sein Kollege in Diensten des TV Korschenbroich zeigten sich überaus zufrieden mit der gestrigen Auslosung.
Wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Während sich Wandschneider, dessen Team am 22. September beim Drittligisten TV Gelnhausen auflaufen muss, darüber freut, "dass uns eine anstrengende weite Fahrt erspart bleibt", sieht Khan das "Losglück" (TVK-Marketingmanager Kai Faltin) als Belohnung für den Einsatzwillen seiner Schützlinge an, die am Sonntag den favorisierten Erstliga-Absteiger HSG Düsseldorf nach zweimaliger Verlängerung mit 35:32 bezwangen: "Ich freue mich für die Mannschaft und bin sehr angetan von dem Los", sagt er mit Blick auf die Partie gegen den TV Großwallstadt.
Die am 22. September wohl in der Korschenbroicher Waldsporthalle ausgetragen wird. "Ein Umzug in die Krefelder Glockenspitzhalle" - dort spielte der TVK vor zwei Jahren gegen den THW Kiel, dorthin hat er auch die beiden Zweitliga-Lokalduelle mit dem Bergischen HC und dem OSC Rheinhausen verlegt – "kommt eher nicht in Frage", sagt Kai Faltin. Was den Marketingmanager des TVK zu dieser Überlegung bringt, hat auch mit dem Pokalspiel von Sonntag zu tun. "Lieber weniger Zuschauer, dafür aber solch ein Hexenkessel wie gegen Düsseldorf", meint Faltin, "ohne die Unterstützung von den Rängen hätten wir das Spiel vielleicht nicht mehr gedreht." Schließlich lagen die Hausherren schon 2:9 und 6:14 im Hintertreffen.
Mit dem TV Großwallstadt kommt der Tabellenachte der vergangenen Bundesliga-Saison nach Korschenbroich. Stars im Team von Trainer Michael Biegler sind der vor zwei Jahren aus Kiel gekommene schwedische Torhüter Mattias Andersson sowie die Nationalspieler Jens Tiedtke, Steffen Weinhold, Stefan Kneer und Oliver Köhrmann. Wobei der Vorteil der Mainfranken, die sieben Mal (zuletzt 1990) Deutscher Meister waren, vier Mal den DHB-Pokal gewannen (zuletzt 1989) und insgesamt fünf Mal im Europapokal triumphierten (zuletzt 2000 als Sieger im City-Cup), ihre Eingespieltheit sein dürfte: Einem Abgang (Einar Holmgeirsson zur HSG Ahlen-Hamm) stehen die Zugänge von Moritz Schäpsmeier (GWD Minden ) und Marius Liebald (TV Kirchzell) gegenüber.
Eine Eingespieltheit, von der Kai Wandschneider nur träumen kann. Auch deshalb freut er sich auf die Partie beim TV Gelnhausen: "Uns kommt jede Spielpraxis gelegen."
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