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Lokalsport: TVK ist in Erlangen Außenseiter

VON TOBIAS KÄUFER - zuletzt aktualisiert: 18.03.2010 - 21:30

Während vor dem Auswärtsspiel gegen den HC Erlangen aus der Führungsriege des Handball-Zweitligisten TV Korschenbroich positive Nachrichten kommen, drücken die anhaltenden Personalsorgen bei Trainer Khalid Khan mächtig auf die Stimmung.

Ein Teil der Korschenbroicher Personalsorgen: Kreisläufer Björn Ilper wird dem TVK wegen einer Muskelverletzung im Auswärtsspiel beim HC Erlangen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.   Foto:  Lothar Berns
Ein Teil der Korschenbroicher Personalsorgen: Kreisläufer Björn Ilper wird dem TVK wegen einer Muskelverletzung im Auswärtsspiel beim HC Erlangen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Foto: Lothar Berns

Mit den ersten Sonnenstrahlen kehrt auch die gute Laune zum Handball-Zweitligisten TV Korschenbroich zurück. In den Jubel über den so wichtigen Heimerfolg über den EHV Aue mischen sich nun positive Nachrichten aus der Marketingabteilung. Die lässt vor dem Auswärtsspiel beim HC Erlangen (Samstag, 19.30 Uhr) die Herzen der TVK-Verantwortlichen höher schlagen.

"Uns ist es gelungen, vor, aber auch während dieser Saison, neue Sponsoren und Partner für uns zu gewinnen", berichtet Marketing-Manager Kai Faltin und der Aufsichtsratsvorsitzende Heijo Hauser ist nicht zu Unrecht stolz auf die Stabilität der Korschenbroicher Finanzen: "Wir erwarten keinen Quantensprung in der nächsten Saison, aber in wirtschaftlich schweren Zeiten ist es schon eine Leistung, den Etat zu halten oder moderat anzuheben." Zudem spart auch die Verletzung von Dennis Marquardt Geld: Weil die Berufsgenossenschaft einen Teil seines Jahresgehalts übernimmt und kein adäquater Ersatz gefunden wurde, muss der TVK fest eingeplante Ausgaben nicht tätigen. So viel gute Laune in der Vorstandsetage bringt auch das Blut von Khalid Khan in Wallung. Der von der dünnen Personaldecke geplagte TVK-Coach formuliert prompt seinen Wunschzettel für die neue Saison: "Wir brauchen einen adäquaten Ersatz für Jörn Ilper, einen erstklassigen, überragenden Torhüter und drei junge Spieler mit Zweitliga-Qualität, die sich in Korschenbroich weiterentwickeln wollen." Wobei dafür auch alle aktuellen Leistungsträger gehalten werden müssten. "Wenn wir in die neue Saison wieder nur mit elf Feldspielern gehen, können wir uns die Qualifikation zur eingleisigen zweiten Bundesliga abschminken", sagt Khan, der zugleich eine weitere Professionalisierung fordert. Zu langen Auswärtsfahrten sollte die Mannschaft schon einen Tag vorher anreisen. "Es geht im nächsten Jahr um jeden Punkt, da müssen wir optimale Rahmenbedingungen schaffen."

Info

Zu Hause eine Macht

Mit einem 38:25-Erfolg gegen den HC Erlangen begann in der Hinrunde eine fulminante Erfolgsserie des TV Korschenbroich. Mit insgesamt 13:1 Punkten katapultierten sich die Korschenbroicher zwischenzeitlich sogar bis auf Platz drei der Tabelle. Erlangen ist auf heimischen Parkett eine echte Macht. Die letzte Heimniederlage liegt fast ein halbes Jahr zurück. Am 24. Oktober 2009 gab es gegen Concordia Delitzsch eine deutlich 14:21-Schlappe.

Die bevorstehende Partie beim HC Erlangen macht noch einmal deutlich, was für ein Tanz auf dem Drahtseil die dünne Personaldecke beim TVK ist. Kreisläufer Jörn Ilper wird wegen einer Muskelverletgzung nur bedingt zur Verfügung stehen. Marcel Görden und der Langzeitverletzte Dennis Marquradt fallen ohnehin aus. Zudem werden auch Bodo Leckelt und Daniel Schürings wegen Verpflichtungen mit der Landesliga-Mannschaft nicht zur Verfügung stehen. "Wir sind praktisch chancenlos. Eigentlich brauchen wir gar nicht nach Erlangen zu fahren", sieht Khan angesichts eines Minikaders den TVK in einer krassen Außenseiterrolle. "Trotzdem werden wir das Feld nicht kampflos räumen, sondern die Mittel, die uns noch verbleiben, in die Waagschale werfen." Doch auch bei den Gastgebern hat das Verletzungspech zugeschlagen: In Georg Münch und Bastian Krämer wurden zwei Spieler gerade erst operiert. Für Trainer Frank Bergemann gilt das aber nicht als Ausrede: "Wir werden uns darauf konzentrieren, unsere Stärken auszuspielen und dann sehen, was geht."

Quelle: NGZ


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