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Handball: TVK träumt von neuer Halle

VON TOBIAS KÄUFER - zuletzt aktualisiert: 06.07.2010 - 21:29

Sportlich wollen sich die Handballer des TV Korschenbroich für die eingleisige 2. Bundesliga qualifizieren. Darüber hinaus denkt der Verein darüber nach, wie er sich auch in anderen Bereichen für die Zukunft wappnen kann.

Wenn der TV Korschenbroich vom heimischem Publikum spielt, hier mit Jörn Ilper gegen den TV Bietigheim, stößt die Waldsporthalle an ihre Grenzen. Deswegen wünscht sich der Verein eine größere Spielstätte.   Foto:  L. Berns
Wenn der TV Korschenbroich vom heimischem Publikum spielt, hier mit Jörn Ilper gegen den TV Bietigheim, stößt die Waldsporthalle an ihre Grenzen. Deswegen wünscht sich der Verein eine größere Spielstätte. Foto: L. Berns

Das kontinuierliche Wachstum des TV Korschenbroich stößt an seine Grenzen. Jetzt wollen die Verantwortlichen des Handball-Zweitligisten den Klub für die Zukunft neu aufstellen. "In Korschenbroich haben wir mit dieser Halle langfristig keine Überlebenschance", sagt Geschäftsführer Peter Irmen. Deswegen weicht der TVK in der neuen Saison zweimal in die Krefelder Glockenspitzhalle (3000 Plätze) aus.

Die Nachbarschaftsduelle gegen den OSC Rheinhausen und den Bergischen HC werden die Korschenbroicher, die sich in der kommenden Spielzeit für die eingleisige 2. Bundesliga qualifizieren wollen, ganz bewusst in der Nachbarstadt austragen. "Unser Ziel ist es, uns für eine neue Region zu öffnen. Bei allen Gesprächen mit Sponsoren kommen wir fast immer wieder auf das Thema Niederrhein zu sprechen. Wir wollen der Handballclub der Region Niederrhein werden", so Irmen. Allerdings verzichtet der Klub damit gerade in diesen brisanten Partien auf die gefürchtete Atmosphäre in der kleinen, engen Waldsporthalle.

Info

Saisonstart des TVK

Am 21. August startet der TVK mit dem Pokalschlager gegen die HSG Düsseldorf in die neue Saison. Eine Woche später geht es zum Ligaauftakt zur HSG Saarlouis. Das erste Zweitliga-Heimspiel der neuen Spielzeit folgt am 4. September gegen TuSpo Obernburg.

"Unsere Zuschauereinnahmen sind so gut wie ausgereizt, aber auch in puncto Infrastruktur und Werbemöglichkeiten stoßen wir an unsere Grenzen", stellt Irmen fest. Von Business-Sitzen oder gar Logen kann man nur träumen, obwohl diesbezüglich durchaus Begehrlichkeiten vorhanden sind. "Es sind alle Banden verkauft, es gibt keine Wachstumsmöglichkeiten mehr." Mittelfristig kann sich Irmen auch vorstellen, dass der TVK seine Korschenbroicher Heimat verlässt, wenn es nicht gelingen sollte, eine neue bundesligataugliche Halle in der Stadt zu bauen. "Wir befinden uns in Gesprächen mit einigen Sponsoren, die Interesse haben, den Verein auf diesem Wege zu unterstützen. Aber das ist noch ein langer Weg."

In der neuen Saison sollen alle Kräfte gebündelt werden, um sich für die eingleisige Zweite Liga zu qualifizieren. Routinier Jörn Ilper wird deshalb sein Amt als Sportdirektor nicht antreten, sondern noch ein weiteres Jahr als Standby-Profi und Co-Trainer fungieren. "Wir brauchen ihn im Trikot", so Irmen. Geschäftsführer Klaus Hintzen, der sich eigentlich zurückziehen wollte, bleibt noch ein weiteres Jahr als Sportlicher Leiter verantwortlich. Mit einem Etat von 500.000 Euro stößt der TVK auch finanziell in neue Dimensionen vor.

Das macht sich auch bei den Neuzugängen bemerkbar: In Matthias Fuchs (Bergischer HC), Florian Korte (TV Leichlingen), Oliver Mayer (HSV Hannover) verbreitern gleich drei gestandene Zweitliga-Spieler die Qualität des Kaders. Dazu stößt mit Sven Bartmann (Bayer Uerdingen) der wohl beste Regionalliga-Torhüter der vergangenen Saison zur eingespielten Mannschaft von Trainer Khalid Khan. "Was uns auch fehlt, ist noch eine breitere Basis in der Jugendarbeit. Auch hier wollen wir mit den verschiedenen Vereinen in der Region partnerschaftlich zusammenarbeiten. Wir werden die Klubs anschreiben und mit Ihnen über verschiedene Modelle diskutieren", verspricht Irmen.

Quelle: NGZ

 
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