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Oberliga-Damen der TG Neuss zum Saisonstart noch auf Trainersuche: Uedesheim wieder Einzelkämpfer

zuletzt aktualisiert: 06.09.2000 - 21:42

Die Elephants Grevenbroich sind nun in Gustorf zuhause Nur noch mit drei Mannschaften ist der Kreis Neuss in der am Wochenende beginnenden Saison in den zweit- und dritthöchsten Ligen des Westdeutschen Basketball Verbandes (WBV) vertreten: Vorneweg die Herren der Elephants Grevenbroich in der Zweiten Regionalliga. Nach dem Abstieg der Grevenbroicher Zweitvertretung ist der SV Uedesheim in der Oberliga wieder zum Einzelkämpfer geworden; ebenso die Damen der TG Neuss, die ihr zweites Jahr in der Oberliga in Angriff nehmen.

Zum Auftakt in der Zweiten Regionalliga bekommen es die Elephants am Samstag (18 Uhr) mit dem gerade aus der Ersten Regionalliga abgestiegenen Bundesliga-Nachwuchs des TSV Bayer Leverkusen zu tun. Spielstätte ist allerdings nicht mehr die Sporthalle des Berufsbildungszentrums am Sodbach, sondern die Großsporthalle Gustorf am Torfstecherweg. "Damit hat die Stadt Grevenbroich auf den großen Zuschauerzuspruch reagiert", bemerkt der sportliche Leiter Laszlo Lang.

Und eine neue Korbanlage gab's noch dazu. Obwohl mit dem kräftigen Center Ralph Göbbels (Tatami Rhöndorf/2. Liga) sowie den beiden Eigengewächsen Thomas Wilm und Jan Finken, die mit der Landesliga-Truppe die Rückkehr in die Oberliga packen wollen, wertvolle Akteure von Bord gegangen sind, ist Lang guter Dinge: "Wir haben unseren Spielerkader deutlich verstärkt." Gehalten werden konnte Antreiber und Publikumsliebling Michael Davis, der zurzeit freilich noch mit den Footballern der Cologne Crocodiles um die Deutsche Meisterschaft spielt.

Aus der Domstadt gekommen ist Frank Bast (31 Jahre), ein 2,05 Meter großer Center, dessen vorrangige Aufgabe die Reboundarbeit sein dürfte. Lang: "Er ist ein alter Basketball-Fuchs, der eine wichtige Rolle unter den Körben spielen soll." Ebenfalls zuletzt für den mit aller Macht in die Zweite Bundesliga strebenden Regionalligisten Cologne 99ers aktiv war Guido Köttgen. Mit seinen 2,03 Metern wird der Center, hofft Lang, "mit Frank Bast für Spannung und Action sorgen". Das Kölner Trio perfekt macht der 28-jährige Michael Senge.

Der 1,93 Meter-Mann kann sowohl im Aufbau als auch als "Shooter" oder als kleiner Flügelspieler eingesetzt werden. Martin Gerstner, ein 24-jähriger Medizinstudent, trug in der vergangenen Saison das Trikot des Absteigers SG Langenfeld. "Er weiß seine 1,90 Meter durchaus zum Punkten zu nutzen", ist Lang überzeugt und resümiert zufrieden: "Unser Kader besteht aus elf Spielern, die genug Erfahrung und Professionalität mitbringen, um einen der begehrten vorderen Tabellenplätze zu erreichen."

Im zweiten Jahr auf der Trainerbank Platz nimmt Màtyàs Rànky. Nach oben soll es in der Oberliga auch für den SV Uedesheim gehen. Der Aufstieg, verrät Trainer Andrzej Sobieszuk, sei zwar erst in der nächsten Spielzeit geplant, doch schon jetzt hält er seine Truppe für stark genug für einen Platz direkt hinter seinen Aufstiegsfavoriten BG Jahn/DTV Oberkassel, SG Langenfeld und TV Jahn Königshardt. Klasse findet er vor allem, "dass wir auf allen Positionen doppelt besetzt und alle Leistungsträger geblieben sind".

Verlassen haben die Basketballer des SVÜ, die vor einem Jahr noch unter dem Dach der BSG 21 Norf/Erfttal zuhause waren, lediglich Frano Maric und Marc Zöller (beide dritte Mannschaft). Dazu habe man sich gezielt verstärkt, was, so der Wunsch Sobieszuks, zu vermehrtem Konkurrenzkampf führen soll. Ins Team zurückgekehrt ist über die Stationen Bayer Dormagen und TC Weiden der 25-jährige Torsten Krüll. Dem 1,78 Meter kleinen Aufbauspieler traut der Coach auf Anhieb eine Führungsrolle zu. "Er ist eine typische Eins", und als Spielmacher genau das, was seiner Mannschaft im vergangenen Jahr gefehlt habe.

Der 1,99 Meter große Rouven Wetzel (26) hat es Sobieszuk aufgrund seiner Fähigkeiten unterm Brett angetan - ein Schwachpunkt seit vielen Jahren. Allerdings war der ehemalige Hildener (Zweite Regionalliga) lange verletzt. Trainingsrückstand auf weist auch Mohini Dykhoff, über den Sobieszuk wenig zu berichten weiß, ist der Düsseldorfer (TV Grafenberg, BG Jahn/DTV) doch erst seit gut einer Woche bei der Mannschaft. "Stimmung auf das Spielfeld" (Sobieszuk) bringt Philippe David Arendt, der zuletzt mit den Pink Panthers St. Tönis in die Zweite Regionalliga aufstieg.

Auf dem Flügel besticht der 22-jährige durch seine Dynamik. Erster Gegner für das Team um die Routiniers Jens Kurzmann und Marc Siebert ist am Samstag um 20 Uhr in der Hammfeldhalle Aufsteiger TuS Monheim/Baumberg. Noch auf der Suche nach einem Trainer ist Damen-Oberligist TG Neuss. Eigentlich hatte der auch für die Profi-Footballer von Rhein Fire Düsseldorf tätige US-Amerikaner Mike Jones (ART Düsseldorf) die Nachfolge von Manfred Schwarz antreten sollen. "Doch er hat sich seit rund sechs Wochen nicht mehr gemeldet", klagt Abteilungsleiter Erik Nickel. Da seither auch alle Versuche der Kontaktaufnahme seitens der Turngemeinde gescheitert sind, sitzt zum Saisonauftakt am Samstag in heimischer Hammfeldhalle gegen die BG Aachen (17 Uhr) erneut Schwarz auf der Trainerbank.

Der hat nach dem Abgang von Sobieszuk jedoch mit der Betreuung der A- und B-Jugend in der NRW-Liga sowie der D-Jugend und der Minis genug zu tun, soll deshalb, erklärt Nickel, "nur noch aus dem Hintergrund coachen, aber die Kontrolle behalten". Da sich inzwischen auch Geschäftsführer Harald Hau Richtung Opladen verabschiedet hat, kümmert sich fortan neben Schwarz und Nickel auch der bei der TG hauptamtlich als Sportlehrer beschäftigte Hans-Jürgen Albers um organisatorische Dinge. -sit



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