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Lokalsport: VfR Neuss geht personell am Stock

zuletzt aktualisiert: 19.03.2010 - 10:38

Die Fußballer des VfR 06 Neuss sind auf dem besten Weg, sich aus dem Titelkampf der Landesliga zu verabschieden. Zwar sind die Schützlinge von Trainer Jörg Ferber auf dem Platz nach wie vor ungeschlagen (zum Spiel in Baumberg waren sie nicht angetreten), doch nach zwei Unentschieden in Folge ist die Tabellenführung erst mal futsch.

Kevin Scholz (l.) musste am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Bösinghoven trotz schmerzhafter Prellung für den VfR 06 Neuss ran. Foto: Andreas Woitschützke

Schlimmer noch treffen den Neuling freilich die Personalprobleme. Weil nun auch noch Gökhan Dalkiran (üble Hüftschmerzen), Niklas Fischel (Verdacht auf Handbruch) und Timo Brandes (geschwollenes Knie) auszufallen drohen, könnte am Sonntag in Wersten Co-Trainer Ralf Criens in die Startelf rutschen.

"Ich wäre dann der einzige Spieler auf der Bank", unkt Ferber, dem es Respekt abnötigt, "wie die Mannschaft diese Rückschläge wegsteckt". Gegen Bösinghoven hatte am vergangenen Sonntag Kevin Scholz trotz schmerzhafter Wadenprellung ausgeholfen.

Wieder besserer Laune ist nach dem 1:0-Erfolg vom vergangenen Wochenende im Stadtederby über den TuS Thomas Bahr, Trainer des 1.FC Grevenbroich-Süd. "Es ist so ein bisschen was wie Euphorie entstanden", hat er festgestellt: "Wenn du gewinnst, kommst du halt lieber zum Training. Ich habe auch was umgestellt, um mehr Spaß in die Sache zu kriegen."

Das Gastspiel seines ehemaligen Klubs Rheydter SV in Neuenhausen will er nutzen, um das Konto mit einem Sieg auf 29 Punkte aufzustocken: "Das wäre überragend." Die Hausherren, die sich für die nächste Saison gerne die Dienste von Michele Fasanelli (1.FC Mönchengladbach) sichern würden, hoffen im Heimspiel wieder auf Denis Brock, Markus Hansen und Sascha Wilms.

Erneut vor einem "Sechs-Punkte-Spiel" sieht Trainer Ingmar Putz die Kicker des SV Uedesheim in Richrath. Die Gastgeber sind drei Punkte besser als der SVÜ, haben jedoch auch schon zwei Spiele mehr ausgetragen. Daraus folgert Putz: "Da musst du gewinnen, dann kannst du dich von unten absetzen."

Da jedoch so gut wie sicher ist, dass in dieser Saison drei Klubs aus der Landesliga absteigen müssen - im ungünstigsten Fall droht sogar dem 13. die Relegation -, geht Putz davon aus, "dass es im Abstiegskampf bis zum Schluss eng bleiben wird". In Richrath bangt Uedesheim um das Mitwirken der erkälteten Bene Günther und Özkan Teke.


 
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