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Tennis: Viel diskutierte Klassifizierung

VON DAVID BEINEKE - zuletzt aktualisiert: 03.03.2010 - 11:43

Auf die Spieler im Tennis-Verband Niederrhein kommt eine gravierende Änderung zu. Ab der neuen Saison wird das sogenannte Leistungsklassen-System eingeführt. Das sorgt auch im Tenniskreis Neuss für Gesprächsstoff.

Auch die Belgierin Klaartje van Baarle musste sich einer Klassifizierung unterziehen, um in der kommenden Medensaison für die Damen 40 des TC BW Neuss in der Regionalliga auf Punktejagd gehen zu können. Foto: Archiv

Es hätte eine Mitgliederversammlung im Schnelldurchgang werden können, die der Tenniskreis Neuss anlässlich des 40-jährigen Bestehens des TC Gnadental in dessen Vereinsheim abhielt. Wenn da nicht der Tagesordnungspunkt 12 "Informationen des Sportwarts über Leistungsklasse" gewesen wäre. "Ein Thema, dass die Vereinsvertreter bewegt. Da wurde entsprechend viel diskutiert", erklärte Kreisvorsitzender Helmut Keck.

Konkret geht es darum, dass der Tennis-Verband Niederrhein im Herbst des vergangenen Jahres beschlossen hat, zur Sommerrunde 2010 ein sogenanntes Leistungsklassen-System einzuführen. Dabei handelt es sich um Klassifizierungssystem, das alle Mannschaftsspieler von der höchsten (Regionalliga) bis zur niedrigsten Klasse auf Kreisebene einbezieht. Dabei wird den Aktiven eine von den Einzelergebnissen des Vorjahres abhängige Leistungsklasse zugeordnet, die dann für die Mannschaftsaufstellung der kommenden Spielzeit bindend ist.

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Vorstandswahlen

Keine Überraschungen ergaben bei der Mitgliederversammlung die Vorstandswahlen: Im Amt bestätigt wurden Helmut Keck (Vorsitzender), Christa Petrikowski (Stellv. Vorsitzende, Kassenwartin), Hartmut Houben (Beisitzer). Einen neuen Breitensportwart gibt's nicht, Karl-Heinz Hüttler bleibt kommissarisch im Amt.

Insgesamt gibt es 23 Leistungsklassen (LK) getrennt nach Männern und Frauen, allerdings unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Altersklasse. Die höchste Leistungsklasse ist LK 1, die aber nur in der deutschen Rangliste geführten Spielern vorbehalten ist. Eine Intention des neuen System ist es, zu objektiven und transparenten Aufstellungen zu kommen. Denn bislang konnte es passieren, dass ein schwächerer Spieler weiter vorn gemeldet wurde, damit seine Teamkameraden nicht aufrücken mussten, um deren Chancen auf Siege zu erhöhen.

"Es ist klar, dass es in der Anfangsphase Verwirrungen und Ungereimtheiten gibt. Aber insgesamt begrüße ich das System, denn es macht die Medenspiele leistungsorientierter", erklärte Keck mit Blick auf den Umstand, dass Spieler nur dann Punkte sammeln können, wenn sie regelmäßig spielen. Punkte gibt es auch bei Turnieren wie Kreis-, Bezirks- und Verbandsmeisterschaften. Einziges Fragezeichen für Keck: "Es muss sich zeigen, ob es sinnvoll ist, auch die Altersklassen jenseits der 60 zu klassifizieren."

Für den Start des Systems zur neuen Saison wurden die Begegnungen der Jahre 2007 bis 2009 in die Berechnung der Leistungsklassen einbezogen. Da klar war, dass einige Spieler, die etwa pausiert oder wenig gespielt haben, durchs Raster fallen würden, konnten die Vereine bis Ende 2009 eine Heraufstufung beantragen.

Ingo Parsch, Sportwart des TC BW Neuss, hatte zum Beispiel das Vergnügen, bei 200 Medenspielern seines Klubs die Zuordnung der Leistungsklassen zu kontrollieren. Aber auch wenn er einige Änderungen veranlassen musste, steht er der Neuerung nicht ablehnend gegenüber: "Auf Dauer wird das System an Aussagekraft gewinnen."

Quelle: NGZ

 
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