Vier Spiele, vier Niederlagen und ein deprimierendes Torverhältnis von 11:34 – der bisherige Arbeitsnachweis des RTHC Leverkusen in der Hockey-Bundesliga der Damen ist alles andere als angsteinflößend. "Aber genau das ist das Gefährliche", warnt der in Diensten des HTC SW Neuss stehende Trainer Dariusz Musialowski vor dem Duell morgen (14 Uhr) in heimischer Stadionhalle. Dass der Tabellenletzte zu Beginn der Saison gegen RW Köln (5:14) und Düsseldorf (0:9) derbe Packungen kassierte, interessiert den Neusser Coach nicht die Bohne: "Die sind sehr jung, aber mit ihren vielen Jugend-Nationalspielerinnen immer gefährlich."
Um gar nicht erst in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden, fordert Musialowski dennoch den zweiten Saisonsieg, "alles andere wäre eine Enttäuschung". Denn eigentlich sind die Neusserinnen ein Kandidat fürs Viertelfinale. Gut, der Düsseldorfer HC (zwölf Punkte) ist weg, doch RW Köln hat nur zwei Zähler mehr auf dem Konto als die Schwarz-Weißen.
Was den HTC-Mädels zu einem Spitzenteam fehlt, ist die Abgebrühtheit vor dem Tor. Ein Goalgetter wie Dinah Grote vom HC Essen (18 Treffer) oder die ehemalige Neusserin Lisa Hahn vom UHC Hamburg (16) ist weit und breit nicht in Sicht. Luisa Steindor führt die interne Torjägerliste mit acht Treffern (davon sechs per Strafecke) an, dahinter folgt mit Theresa Laubenstein (6) das erste Sorgenkind. Musialowski hütet sich jedoch davor, sich allzu sehr in Einzelkritik zu ergehen. Vielmehr stellt er optimistisch gestimmt fest: "Wir arbeiten dran und irgendwann klappt das schon, da bin ich ganz sicher."
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