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Ringen: Weltklasse zum Anfassen

VON JENS-PETER HILLER - zuletzt aktualisiert: 14.06.2011

Ringen (NGZ). Zum achten Mal richtete der AC Ückerath an Pfingsten den "Grand Prix of Germany" im Ringen aus. Ringerinnen aus 18 Nationen traten an. Die deutschen Frauen blieben ohne ersten Platz, die Kadettinnen holten drei Goldmedaillen.

Die Kanadierin Tonya Verbeek (r.) holte 2004 bei den olympischen Sommerspielen in Athen eine Silbermedaille, 2008 in Peking war es Bronze. In Dormagen besiegte sie im Finale die Französin Anna Gomis.    Foto:  H. Jazyk
Die Kanadierin Tonya Verbeek (r.) holte 2004 bei den olympischen Sommerspielen in Athen eine Silbermedaille, 2008 in Peking war es Bronze. In Dormagen besiegte sie im Finale die Französin Anna Gomis. Foto: H. Jazyk

Sportlerinnen auf Weltklasseniveau sind angereist. Die Konkurrenz ist riesig. "Kanada und das europäische Ausland mit Frankreich, Polen, Schweden und Russland sind die größten Favoriten", sagt Detlev Zenk, Vorsitzender des AC Ückerath, vor dem Turnier. Die Olympiasiegerin Carol Hunyh und zweifache olympische Medaillengewinnerin Tonya Verbeek führten das kanadische Team an. Mit den starken Nationen kamen große Emotionen. Während Freunde, Trainer und Fans die Ringerinnen anfeuern, kämpfen sie erbittert um jeden Sieg. Nach dem Kampf gibt es Freudensprünge, aber auch Tränen der Enttäuschung.

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Die Finalkämpfe

Sieger der Seniorinnen:

48 kg Iwona Matkovska, Polen

51 kg Jessica Mac Donald, Kanada

55 kg Tonya Verbeek, Kanada

59 kg Anastasija Grigorjeva, Lettland

63 kg Audrey Prieto-Bokhashvili, Frankreich

67 kg Mariana Kolic, Frankreich

72 kg Natalia Vorobeva, Russland

Am Pfingstwochenende fand zum achten Mal der Grand-Prix der Bundesrepublik Deutschland im Frauen-Ringen statt. Im Ausland ist dieses einzige deutsche Weltcup-Turnier längst eine feste Größe. "Das Turnier ist bekannt für sein sehr gutes Niveau", sagt Isabelle Ladeveze, französische Nationaltrainerin für die Kadettinnen. "Für uns ist es eine gute Übung hier – auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele in London nächstes Jahr."

220 Ringerinnen kamen nach Dormagen und kämpften auf vier Matten gegeneinander. Die Logistik forderte einiges ab: Die Sportler mussten untergebracht und verpflegt werden. Außerdem organisierte der AC Ückerath einen Transfer von und zu den Hotels. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Das Resultat war ein spannendes Turnier: Bei den Frauen gab es sieben Gewichtsklassen, bei den Kadettinnen waren es zehn. Gekämpft wurde nach einer Mischung aus Pool-System, wo in einer bestimmten Gruppe jeder gegen jeden antritt, und dem K.o.-System, wo die Sportler bei einer Niederlage gleich aus dem Turnier ausscheiden. Ziel des Systems war, dass Niederlagen in der ersten Runde durch einen Kampf um Platz drei wieder relativiert werden können, solange sich der Sieger dieser ersten Runde fürs Finale qualifiziert. So wird ermöglicht, dass sehr unterlegene Ringerinnen noch eine Chance bekommen.

Die deutschen Damen schafften es nicht, sich einen ersten Platz zu sichern, die Konkurrenz war einfach zu stark. Jessica Bechtel unterlag im Finale der Kanadierin Jessica Mac Donald. Schon über die Grenzen Kanadas hinaus ist die Ringerin als erfolgreiche Sportlerin bekannt. "Wir sind ein starkes Team", weiß Mac Donald, "aber man gewinnt nicht einfach so. Hinter allem steckt harte Arbeit".

Die Niederlagen der deutschen Damen rückten umso mehr die Kadettinnen ins Rampenlicht: Eva Sauer, Peggy Kenn und Angelina Schmidt holten für Deutschland jeweils eine Goldmedaille.

Info Der Turnierverlauf und alle Ergebnisse unter www.grand-prix-ringen.de.

Quelle: NGZ


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