Wer über Leichtathletik schreibt, gerät leicht in den Märchen- und Sagenton: „Stellt Euch vor, es gab einmal Zeiten, da lockte ein Leichtathletik-Sportfest im Dormagener Bayer-Stadion 3 000 Zuschauer an.“ Oder er macht es wie Professor Helmut Digel: Der Tübinger Soziologe, von 1993 bis 2001 Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), anschließend sechs Jahre Vizepräsident des Weltverbandes IAAF, schreibt über seine Sportart kurz und bündig, sie befinde sich in einem „Prozess der Selbstauflösung“. In einem Gastbeitrag für die Fachzeitschrift „Leichtathletik“ (Ausgabe 6/2009) zieht Digel schonungslos Bilanz. Leichtathletik, so die Quintessenz seiner Analyse, ist sich selbst genug, achtet deshalb nicht auf Außenwirkung, ist deshalb nur durch Subventionen finanzierbar: „In mehr als 90 Prozent aller Leichtathletik-Veranstaltungen, die weltweit stattfinden, sind keine zahlenden Zuschauer anzutreffen. . . Die Leichtathletik ist als Unterhaltungssportart im Wesentlichen auf staatliche Subventionen angewiesen, . . .eine vom Steuerzahler finanzierte Sportart.“
Den gesamten Bericht lesen Sie am Dienstag, 17. Februar, in der NGZ.
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