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Lokalsport: „Wieder bei der Musik“

zuletzt aktualisiert: 27.12.2007 - 21:30

(-tobi) So klingt kein Absteiger: „Wir sind mittlerweile in der Lage, zu Hause so dominant aufzutreten, dass wir auch unsere Spiele gewinnen können.“

Überragte beim Korschenbroicher 34:29-Sieg über die TSG Münster: Dennis Marquardt. 
Der Halblinke, der hier Thomas Mauch überspringt, erzielte neun Treffer.  Foto: berns
Überragte beim Korschenbroicher 34:29-Sieg über die TSG Münster: Dennis Marquardt. Der Halblinke, der hier Thomas Mauch überspringt, erzielte neun Treffer. Foto: berns

Die Analyse von Trainer Khalid Khan nach den beiden siegreich gestalteten Heimspielen gegen die direkten Mitkonkurrenten HSG Gensungen/Felsberg (34:19) und TSG Münster (34:29) fällt entsprechend positiv aus: Der TV Korschenbroich hat sich im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga zurückgemeldet und ist die deprimierende Rolle des ewigen Punktelieferanten erst einmal los. Khan: „Unsere Situation besteht jetzt nicht mehr nur aus Hoffen und Bangen. Unser Gesamtpaket ist besser, wir haben insgesamt weniger Ausfälle.“

Das neue Zauberwort heißt „Stabilität“. Khans Konzept vom Tempohandball scheint in der Mannschaft angekommen zu sein, vor allem spielerisch präsentieren sich die Korschenbroicher deutlich verbessert.

„Das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer funktioniert jetzt besser und wir machen von allen Positionen unsere Tore“, so Khan, der aber trotzdem mit der Leistung gegen Münster nicht einverstanden war: „Da hat uns in der ersten Hälfte das Grundtempo gefehlt.“

Doch auch diesmal stimmte das „Paket“ Abwehr und Torwart, denn während gegen Gensungen Marcel Leclaire überzeugte, war gegen Münster Tobias Kokott zur Stelle. Und vor allem zeigte Jörn Ilper in der Defensive eine erneut starke Rolle und blüht regelrecht auf: „Ich habe sehr viel mit Jörn gesprochen und er weiß genau, was ich von ihm erwarte und was nicht. Er führt die Mannschaft in der Abwehr und kommuniziert positiv,“ sagt Khan.

Obendrein scheint das Team nicht mehr nur von den überragenden Einzelleistungen eines David Breuer abhängig, der gegen Münster zwar „nur“ vier Mal traf, aber dafür mit überlegten Anspielen glänzte. Entsprechend zufrieden war Manager Jupp Grimm, der zwar von einem etwas „holprigen“ Sieg sprach, aber wusste, welche Bedeutung die vier Punkte aus den „Abstiegs-Endspielen“ haben. „Wir können jetzt in der Rückrunde noch einmal angreifen.

Hätten wir beide Spiele verloren, dann wäre es wohl das vorzeitige Aus im Abstiegskampf gewesen. Jetzt sind wir wieder bei der Musik.“ Nun geht es am Samstag (18.15 Uhr) zum Westderby nach Wuppertal. Beim Bergischen HC brennt nach Trainerwechsel und den folgenden 1:3 Punkten der Baum: „Die Mannschaft wird sich zerreißen, um wenigstens das letzte Heimspiel des Jahres zu gewinnen.

Ich erwarte einen hoch motivierten BHC“, gibt sich Khan keinen Illusionen hin, sagt aber auch: „Wir haben dort überhaupt nichts zu verlieren und wollen unsere Sache besser machen als in Willstätt.“

Dort kassierte der TVK eine 32:42-Niederlage. Insgeheim rechnet sich der Aufsteiger bei den verunsicherten Gastgebern aber eine kleine Außenseiterchance aus: „Wir fahren jetzt in einer ganz anderen Verfassung dorthin. Wir können locker und befreit aufspielen, das ist sicher nicht die schlechteste Ausgangsposition“, sagt Grimm. Rund 150 Korschenbroicher Fans wollen den TVK in Wuppertal unterstützen.

Quelle: NGZ


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