Auch wenn Trainer Carsten Fischbach pflichtgemäß mahnt, „wir sollten diese Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen“, will der Hockey-Bundesligist HTC SW Neuss ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft, müssen am Freitagabend (20 Uhr, Stadionhalle) gegen das noch punktlose Schlusslicht Düsseldorfer SC 99 und Samstag (18 Uhr, GTHC-Sporthalle an den Holter Sportstätten) beim Tabellenvorletzten Gladbacher HTC einfach Siege her. Das weiß auch Fischbach: „Natürlich müssen wir die schlagen.“
Mit dem DSC - mit den Ex-Neussern Stephan Busse und Thomas Cotta - hatten die Schwarz-Weißen schon im Hinspiel (15:5) keine Mühe gehabt. Der in dieser Liga offenbar leicht überforderte Neuling kassierte mit seiner sympathischen Oldie-Truppe bei seinen bislang sechs Auftritten 13,7 Gegentreffer im Schnitt und zog auch im Kellerduell gegen Gladbach daheim mit 7:9 den Kürzeren.
Die Gladbacher um Weltmeister Jan-Marco Montag wiederum unterlagen zwar in Neuss klar mit 4:9, machten dabei allerdings zunächst einen 0:3-Rückstand wett. „Das ist sicher die schwierigere Aufgabe des Wochenendes“, ist Fischbach überzeugt.
Keine Rolle mehr spielte in der Vorbereitung die erste Saisonniederlage am vergangenen Sonntag gegen Uhlenhorst Mülheim. „Klar, mit einem Sieg wären wir wohl durch gewesen“, vermutet Fischbach, räumt indes ein, „dass Mülheim an diesem Tag einfach besser war als wir. Kompliment!“ Wichtig für ihn ist, „dass wir nach wie vor alles selber in der Hand haben.“
Allerdings treiben ihn leichte Sorgen ums Personal um: Robin Joseph, der nach halbwegs überstandenem Muskelbündelriss gegen den Crefelder HTC (6:6) und Uhlenhorst Mülheim ins Team zurückgekehrt war, klagte wieder über Schmerzen, soll darum geschont werden. Auch hinter dem Einsatz von Tim Blasberg steht noch ein Fragezeichen.
Der 21-Jährige hatte sich gegen Mülheim bereits in der fünften Minute am Daumen verletzt. „Mit ein Grund für die Niederlage“, erklärt Fischbach, „denn er ist einer unserer wichtigsten Aufbauspieler“. Inzwischen hat sich der Daumen entzündet. Blasbergs Einsatz entscheidet sich kurzfristig. Doppelt froh ist Fischbach darum, dass Christoph Garbotz am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.
„Er hat seine Dissertation abgegeben und steht uns jetzt wieder uneingeschränkt zur Verfügung.“ Zwar ist der Abwehrmann nicht hundertprozentig fit, aber seine Hilfe kann der HTC gut gebrauchen. Fischbach: „Er ist ein Guter, er kann mit seiner Reichweite hinten einiges abfangen.“
Da Primus Crefeld mit dem DHC und Mülheim ganz schwere Prüfungen ins Haus stehen, könnte Neuss mit zwei Siegen womöglich die Tabellenführung zurückerobern.
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