
Wer wir sind: Die Firma Albert Hoeveler Bauunternehmung ist eine Firma mit Tradition. 1834 gegründet, widmet sich Inhaber Bernd Hoeveler heute mit einem fachlich gut aufgestellten und motivierten Team von acht Mitarbeitern den Bauaufgaben mit Zukunft. Bauen im Bestand, Umbauten, Renovierungen sowie begleitende Bauaufgaben in der Industrie – darauf haben wir uns konzentriert. Flexibles Reagieren auf die Wünsche der Kunden und das rasche Anpassen an die Stimmung der Branche – dies sind zwei Gründe unseres Erfolgs. Deshalb blicken wir auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft.
Tradition seit 1834
Albert Hoeveler GmbH
Bahnhofstraße 32-36
41472 Neuss
www.hoeveler-bauunternehmen.de
Doch zunächst ein Blick auf die ersten Jahre unserer Firma: Ihre Gründung 1834 fällt in die industrielle Revolution und in die Gründung des deutschen Zollvereins. Die erste deutsche Eisenbahnlinie verlief 1835 zwischen Nürnberg und Fürth: Damit wurde es leichter, schwere Güter und viele Menschen rasch und mit geringer Antriebsleistung zu transportieren – ein Weg, der direkt in die Industrialisierung führte.
Bernhard Hoeveler: Pumpen auf dem Pferdefuhrwerk
Und in Holzheim? Hier gründete Bernhard Hoeveler ein Unternehmen, das Pumpen anfertigte und installierte. Die Adresse: „Am Kreitz“. Die Kreuzung an der früheren B1 von Neuss nach Jülich (heute A 46) war damals ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Noch mit dem Pferdefuhrwerk wurden die bestellten Pumpen ausgeliefert: nach Kleve und Wesel, nach Koblenz und Niederlahnstein, nach Aachen oder Dortmund. Hergestellt wurden die hölzernen Pumpen auf einer Drehbank, die von Hand betrieben wurde. Doch in der Werkstatt wurde bald Dampf gemacht – heißer Wasserdampf, um Pumpen anzutreiben. Damit gehörte man zu den Pionieren am linken Niederrhein. Außerdem betrieb Bernhard Hoeveler ein kleines Baugeschäft.
Franz und Franz Hoeveler jun.: Ziegel für Kloster Kreitz
Sein Sohn Franz übernahm die Firma am Kreitz und baute das Bauunternehmen beträchtlich aus. Sein zwölf Jahre jüngerer Vetter Franz (junior oder „Fränzchen“) war inzwischen in die Firma eingestiegen und betrieb weiterhin den Pumpenbau. In dieser Zeit wurde eines der größten Bauvorhaben erfolgreich realisiert: der Bau von Kloster Kreitz. 1895 wurde mit der Planung begonnen, zwei Jahre später wurden die Brunnen gebohrt und die Unterkünfte für die Ziegelbäcker errichtet. Auf dem Klostergrundstück wurde ein Feldbrandofen errichtet. Fast das Ende der Firmengeschichte: Sowohl Franz Hoeveler sen. als auch sein Vetter hatten keine Kinder. Nach dem Tod von Franz Hoeveler senior setzt sich auch Franz Hoeveler jun. zur Ruhe. Hier wäre die Firmengeschichte bereits zu Ende gewesen, wenn nicht Albert Hoeveler aus Holzbüttgen, ein Neffe der beiden Vettern, als 24-Jähriger in die Firma eingestiegen wäre. 1907 kaufte er von der Gemeinde Holzheim das Grundstück an der Bahnhofstraße – noch heute der Sitz der Firma. Hier ließ er Wohnhaus, Büro, Lager, Schlosserei und Stallungen für die Arbeitspferde neu errichten. Damit war die Ära am Kreitz endgültig Geschichte – das Gründerhaus wurde bei einem Bombenangriff 1944 zerstört.
Albert Hoeveler: Mit eigenen Ziegeln bauenAlbert Hoeveler gab die Pumpenproduktion auf. Stattdessen richtete er ein eigenes Architekturbüro ein und übernahm bereits Aufträge für kleinere Unternehmen im Umkreis. An der Bahnhofstraße erwarb er ein Grundstück für einen Kohlenplatz und begann, mit Bau- und Brennstoffen zu handeln. Bis zum Ersten Weltkrieg standen in den Geschäftsbüchern Aufträge für den Bau unter anderem der Vikarie in Holzheim, des St.-Martinus-Krankenhauses, der Fischräucherei Schaap & Co in Holzheim, der Erweiterung der Krautfabrik Niesen und Hußmann, des Bahnhofshotels Oellers und der Gaststätten Drink in Glehn und „Zum schwarzen Mann“ am Kreitz. Bereits 1907 hatte Albert Hoeveler sich an der Gründung der Holzheimer Ringofenziegelei beteiligt: Hier wurden Ziegel – statt wie bisher von Hand – maschinell fabriziert: zunächst mit einer Dampfmaschine und ab 1911 mit einem Elektromotor. 1924 erwarb Albert Hoeveler die Anteile der beiden Mitgesellschafter Johann Hoffmann und Caspar Thywissen und führte die Ziegelei allein. Außerdem erwarb er 1930 am Grefrather Weg eine zweite Ziegelei. Ab 1919 wurden auch Kanalisationsprojekte ausgeführt. Als sich ein neuer Aufschwung des Unternehmens abzeichnete, brach 1939 der Zweite Weltkrieg aus. Während des Kriegs war die Firma verpfl ichtet, Bombenschäden auszubessern und Luftschutzbunker zu bauen. Die Ziegelei war seit 1941 stillgelegt. Nachdem Albert Hoeveler sen. 1944 bei einem Luftangriff gestorben war, führte seine Frau Christine die Geschäfte weiter, bis Sohn Albert Hoeveler jun. aus der Gefangenschaft zurückkehrte. Mit zwei Angestellten und sieben Arbeitern baute er die Firma wieder auf.
Albert Hoeveler jun.: Wiederaufbau!
Die Ziegelei am Grefrather Weg musste aufgegeben werden und auch die Ziegelei an der Bahnhofstraße glich einer Ruine: Die Schuppen waren abgedeckt, der Kamin drohte einzustürzen, die Maschinen verrotteten. Erst 1949 konnte sie wieder in Betrieb genommen werden: Im ersten Jahr wurden bereits 2,8 Millionen Steine produziert. Am 1. Juli 1950 war das 115-jährige Bestehen ein Grund zu feiern. In den Wirtschaftswunder-Jahren wurde vielfach gebaut und auch Ziegel waren wieder gefragt. Gerade in der Ziegelei wurde die Modernisierung deutlich: Stellten zunächst 28 Mitarbeiter 3,5 Millionen Ziegelsteine her, waren es 1965 nur noch elf Arbeiter, die fünf Millionen Steine produzierten. 1970 gab Albert Hoeveler die Ziegelei auf: Der Geschäftszweig rentierte sich nicht mehr.
Bernd Hoeveler: Dem Wandel folgen
Der Schwerpunkt verschob sich immer mehr zum privaten Wohnungsbau. Dabei achtete Albert Hoeveler darauf, den ländlichen Charakter der Firma zu erhalten: Zimmerleute, Putzer, Stuckateure und Maurer arbeiteten unter dem Dach einer Firma. Nachdem in der Baubranche eine Sättigung zu spüren war, wurden Umbauten und Renovierungen ausgeführt. Bis 1987 war die Baukrise zu spüren, so dass die Belegschaft halbiert werden musste. Neben Ein- und Mehrfamilienhäusern wurden auch Aufträge für Gewerbebauten übernommen, wie etwa in den stetig wachsenden Gewerbegebieten Taubental und Holzheim. Seit 1984 war Bernd Hoeverler verantwortlich tätig. Er legte konsequent Wert auf Serviceleistungen und Reparaturausführungen. Besonders wichtig war es ihm, das Leistungsspektrum auf angrenzende Gewerke zu erweitern. Anfang der 1990er Jahre war in der Branche der Wiedervereinigungsboom deutlich zu spüren: Viele hochwertige Einfamilienhäuser, fast ausschließlich im Stadtgebiet Neuss, wurden gebaut. Außerdem gewann Bernd Hoeveler zahlreiche namhafte Neusser Stammkunden aus der Industrie, bei den Kreditinstituten und größeren Wohnungsträgern – Geschäftsbeziehungen, die noch heute bestehen. 1990 wurde die Firma von der „Wiederaufbau-Generation“ Albert Hoeveler jun. auf Bernd Hoeveler übertragen. Er konnte in der fünften Generation bereits auf 160 Jahre einer erfolgreichen Firmengeschichte zurückschauen. Albert Hoeveler blieb bis 1998 geschäftlich aktiv – eine Zusammenarbeit von Vater und Sohn, die über fast 15 Jahre von Toleranz und Vertrauen geprägt war. Nachdem seit 2000 die Aufträge von Neubauten stärker zurückgingen, musste die Belegschaft erheblich reduziert werden. Nun will sich das Team um Bernd Hoeveler den Bauaufgaben der Zukunft stellen.

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