Das Werk ist vollbracht: Freitag eröffneten Stadt und Kreis Neuss gemeinsam das ehemalige "Horten-Haus" an der Oberstraße, aus Kreissicht "Kreishaus" genannt. Rund 600 geladene Gäste bewunderten das Bauwerk der Architekten Robert und Oliver Ingenhoven. Sie haben mit dem Bauherrn, der Neusser Bauverein AG, ein wahres architektonisches Wunderwerk geschaffen, dessen "innere und äußere Ästhetik" (Bauverein-Vorstandschef Klaus Harnischmacher) allgemein auf breite Zustimmung und Bewunderung trifft. Zur offiziellen Eröffnung des neuen "Horten-Hauses" an der Ober-/Zollstraße begrüßte Landrat Dieter Patt rund 600 geladene Ehrengäste aus allen Lebensbereichen. An der Spitze der Gäste standen der Landesminister für Städtebau, Dr. Michael Vesper (vorn rechts) und der Neusser Bürgermeister Herbert Napp. -->
"So ist etwas entstanden, was in seiner Art sicherlich einmalig ist. In einem Haus und unter einem Dach und unter Aufnahme wesentlicher Teile gibt es nunmehr ein modernes Theater, ein erfolgreiches Programmkino, eine attraktive Ladenpassage und eine Kreisverwaltung, die ihre verschiedensten Standorte in Neuss an dieser Stelle konzentrieren konnte", würdigte der Neusser Bürgermeister Herbert Napp die Bedeutung dieses neues Akzentes in der Neusser Innenstadt.
Und er fügte mit Blick auf Landrat Dieter Patt hinzu: "Ich bin stolz auf unser gemeinsames Ergebnis." Der Landrat hatte zuvor das gemeinsame Anliegen betont: "Unser Haus steht für den Erfolg der Gemeinsamkeit und für die Überwindung von Hindernissen. Wir sind auf dem Weg und setzen auch mit diesem Haus neue Zeichen." Die Bedeutung des neuen Mittelpunktes in diesem markanten Bereich der City ordnete der Bürgermeister ein: "Zu der Neusser Eigenart gehört nicht nur die lange Geschichte und besondere Tradition, sondern auch unser gemeinsamer Wunsch, unsere Heimatstadt weiter zu einer kleinen, feinen Großstadt mit besonderer Qualität zu entwickeln. Hierzu haben wir mit diesem Gebäude ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt."
Auch Städtebau- und Kulturminister Dr. Michael Vesper würdigte diese Investition in Höhe von rund 80 Millionen Mark von Stadt und Kreis Neuss als vorbildlich: "In Zeiten, in denen andere Kommunen Theater schließen, bauen und eröffnen Sie ein neues."
Die Geduld der Gäste, die dicht gedrängt stehend im Lichthof des Kreistraktes über eine Stunde lang den Reden lauschen durften, wurde arg strapaziert. Dennoch wäre genug Zeit gewesen und hätte es sicher Neusser Tradition entsprochen, dieses bedeutende Bauwerk auch im wörtlichen Sinne zu weihen; die Neusser Geistlichkeit war zur Genüge vertreten. Chris Stoffels
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