Neuss (NGZO). Neuss Zwei haben sie noch. Dann ist der „Vorrat“ von zehn Orden „Alabonnör“ aufgebraucht. Das Ende der originellen Auszeichnung, die der Hubertuszug Brasselsäck im Jahr 2000 erstmals vergeben hat, ist dies glücklicherweise nicht. „Nächstes Jahr werden wir einen neuen Druckstock in Auftrag geben“, verspricht Leutnant Hans Mietzen.
Orden Nummer 8 heftete Oberleutnant Jürgen Heinz am Samstag im Zeughaus ans Revers von Eduard Bales, Gründer der Neusser Außenstelle des Vereins Weisser Ring e. V.. Zehn Jahre alt ist der rührige Hubertuszug Brasselsäck, darauf wies Jürgen Heinz in seiner Begrüßung hin und ließ diese Zeit mit einigen Anekdoten Revue passieren. Neben Hubertuskönig Andreas Weigel mit Königin Nicole und dem Vorstand des Korps begrüßte er auch frühere Ordensträger wie die Schwestern vom Kloster Marienberg.
Mit der Nonchalance des Conferenciers im Varieté wandte sich Dieter Tischer (mit dem „Schnullerorden“ seiner vier Monate alten Tochter Eileen dekoriert) dann dem neuen Ordensträger zu, der als Kriminal-Hauptkommissar seit 1985 stellvertretender Dienststellenleiter in Neuss ist. Als einer der Dienstältesten im Weissen Ring engagiert er sich für Opferschutz und Gewalt-Prävention.
Mitarbeiter und Kollegen betonen das ausgeglichene Temperament und den angenehm trockenen Humor des 1949 in Grevenbroich geborenen Eduard Bales, der schon in Grefrath, auf der Furth, in der Stadt und in Holzheim aktiver Schütze war. Während Bales selbst auf die Frage, warum er Polizist geworden ist, keine Antwort zu geben vermag, versuchte Dieter Tischer dies zu tun: „Deine Liebe zu den Menschen ist es, die Dich dazu bewogen hat, für deren Schutz und Sicherheit zu sorgen.“
In seiner Dankadresse nutzte der Geehrte die Gelegenheit, die Arbeit des Weissen Rings hervorzuheben, der Opfern von Kriminalität in erster Linie immaterielle, betreuende Hilfe bietet. Wichtig ist Bales, dass der Weisse Ring nicht gegen den Täter arbeitet, sondern für das Opfer. Die Auszeichnung empfinde er „als eine Wertschätzung nicht nur meiner Person, sondern vielmehr meiner Arbeit und der meiner Mitarbeiter.“ Bildunterschriften: Jürgen Heinz gratuliert Ordensträger Eduard Bales (rechts). Links: Laudator Tischer. Autor:
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