Neuss (NGZO). "...am Münsterplatz es Tanz." Am Donnerstag war es mal wieder soweit: Der "Räuberabend", das nunmehr schon traditionelle, spätsommerliche Konzert der rheinischen Mundartband "De Räuber", ging in seine 18. Runde. Weit über die Stadtgrenzen bekannt durch Hits wie "Wenn et Trömmelche jeiht" oder "Op dem Maat", entpuppen sich die vier Musiker um den Neusser Bandleader Karl-Heinz Brand immer wieder als echter Publikumsmagnet und sorgten auch am Donnerstag für ausgelassene Partystimmung zwischen Vogthaus und Quirinusmünster.
Dabei hatten die vielen Fans in den vergangenen Jahren nicht selten gegen widrige Wetterbedingungen zu kämpfen. Am Donnerstag jedoch zeigte sich auch die Sonne als echter Räuber-Fan und trieb sämtliche Wolken aus ihrem Blickfeld. "Wer weiß, wann das nächste mal so schönes Wetter is, da mussten wir 18 Jahre drauf warten", freute sich Brand im Angesicht hunderter Sonnenbrillen.
So konnten die "Räuber" also bei besten Bedingungen erstmals ihr neues Album "A la carte" vor einem großen Livepublikum präsentieren, unter das sich auch die Neusser Prominenz gemischt hatte: Hermann Gröhe outete sich als "Räuber"-Fan und Stammgast und war erfreut darüber, "das Ganze endlich mal bei schönem Wetter genießen zu können.
" Auch die anderen Gäste genossen die Atmosphäre an einem wirklich schönen Sommerabend. "Ob das die ´Räuber´ sind oder andere is mir driesegal", so Thea Hanrath, die froh war, "dass mal draußen an der frischen Luft eine Band spielt, das sollte es in Neuss öfter geben." Ulli Boden wiederum war explizit wegen dieser Band gekommen. "Die bringen das Kölsche sehr gut rüber , die meisten Lieder kann ich mitsingen", schwärmte sie und gab auch ein positives Urteil über die neuen Lieder ab.
Wieder einen anderen Grund, sich die "Räuber" anzusehen, nannte Thomas Heidbüchel: "Ich mag die Stadt Köln und das Kölner Brauchtum und die Tradition." Die "Räuber" würden auch wegen ihrer Herkunft eine Brücke schlagen zwischen seiner Neusser Heimat und Köln, der zweiten Heimat seiner Frau Svenja, die an diesem Abend nur eines zu bemängeln hatte: "Die Bühne steht am falschen Ende. Es wäre schöner, wenn man auf das Münster gucken würde.
" Wo genau die Bühne steht, war Barbara Kessel ziemlich egal. "Ich komme jedes Jahr mit Freunden, auch aus der ‚verbotenen Stadt' und wir freuen uns heute besonders auf die neuen Lieder", erklärte die Neusserin und wandte sich wieder dem Geschehen auf der Bühne zu, das mittlerweile den ganzen Münsterplatz in eine riesengroße Schunkelorgie verwandelt hatte.
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