Neuss (NGZO). In der Eissporthalle ist am vergangenen Freitag bei der Eisaufbereitung Ammoniak ausgelaufen. Ein Mitarbeiter der Neusser Bäder und Eissport GmbH bemerkte den scharf ätzenden Geruch. Daraufhin wurde, so Stadtwerke-Sprecher Jürgen Scheer, "die Eisaufbereitung unverzüglich gestoppt."
Eigentlich sollte am kommenden Wochenende planmäßig die neue Eislaufsaison in der Reuschenberger Eishalle beginnen. Doch aufgrund dieses Störfalls ist die Eröffnung verschoben worden.
Wie viel von der giftigen Flüssigkeit, die üblicherweise als Kältemittel verwendet wird und die einen stark ätzenden Geruch hat, ausgeströmt ist, ist nicht bekannt. "Verletzt wurde niemand", so Scheer. "Es ist von einer geringen Menge auszugehen, da die Gaswarngeräte kein Überschreiten von Grenzwerten angezeigt haben. Daher bestand zu keiner Zeit eine gesundheitliche Gefährdung."
Auf Betreiben der NBE wurde das Umweltamt des Rhein-Kreises informiert. Scheer: "Erste Untersuchungen durch eine von uns beauftragte Fachfirma sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es ein Leck in einer der Rohrleitungen gibt, die im Beton liegen. Das Leck befindet sich am Rand einer Bande auf einer der Kopfseiten der Eisfläche." Die Fachfirma ist zurzeit dabei, dieses Leck zu finden und abzudichten. Daher gibt es derzeit keine Eisaufbereitung, "die geplante Eröffnung wird sich voraussichtlich um einige Tage verzögern."
Der Neusser EV hat bereits ein für Sonntag angesetztes Freundschaftsspiel gegen Moscito Essen abgesagt. Auf Anfrage der NGZ beruhigte Ulrich Giesen, Vorsitzender des Neusser SK, dass eine verspätete Eröffnung der Eislaufsaison keine negativen Auswirkungen auf das Eismärchen haben wird. Der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen für "In acht Tagen um die Welt" ist bereits angelaufen.
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