Neuss (NGZ). Neuss Mehr als ein halbes Jahrhundert prägt das Neusser Kammerorchester (NKO) die Stadtkultur in bedeutendem Maße mit. In dieser langen Geschichte hat sich das Orchester qualitativ fortwährend verbessert und ist mittlerweile auch auf internationalen Tourneen repräsentativer Botschafter seiner Stadt.
Aber wie so oft wird der Prophet im eigenen Lande zu wenig gehört. Nur knapp 100 Zuhörer fanden sich zum „Konzert junger Künstler“ im vom festlichen Neuss-Abend noch dekorativ geschmückten Zeughaus ein.
Das überrascht vor allem auch deshalb, weil Joachim Neugart, seit zehn Jahren Leiter des Kammerorchesters, stets Programme erarbeitet, die anspruchsvolle Kunst und hohe Popularität in Einklang bringt. Schon die hinreißende „Streicherserenade Es-Dur“ des bedeutenden tschechischen Komponisten Josef Suk war ein Hochgenuss.
Sein Lehrer Antonin Dvorák hatte den Moll-verliebten 18-Jährigen dazu verdonnert, endlich ein Stück ausschließlich in Dur zu komponieren. Auch bei dieser Maßgabe zeigt sich Suk in den beiden vom NKO gespielten Sätzen, von seiner besten lyrischen Seite.
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