Neuss (NGZ). Neuss/Düsseldorf (-nau) Der Termin steht. Am Samstag, 24. Juni, dem letzten vor den Sommerferien, wird mit einem Brückenfest die Umbenennung der im Volksmund so genannten Süd-Brücke in Kardinal-Frings-Brücke vollzogen.
Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat diesem Termin vor gut einer Woche ebenso zugestimmt wie Bürgermeister Herbert Napp und Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin.
Zehn Monate zuvor hatten die Räte in Neuss und Düsseldorf der Umbenennung grünes Licht gegeben.
Unabhängig vom Termin haben die Kardinal-Frings-Gesellschaft als einer der Ideengeber zu dieser Initiative und die Stadtdekanate in Neuss und Düsseldorf damit begonnen, das Fest inhaltlich auszugestalten.
Ein Abstimmungsgespräch ist dazu heute bei Pfarrer Jochen Koenig, dem stellvertretenden Kreisdechanten in Neuss, angesetzt.
Arbeitstitel für die Zusammenkunft wie wohl auch für die Feier rund um die Brücke: Ein rheinischer Bischof, der Jugend zugewandt.
Damit könnte, so erläuterte Sebastian Rosen als Präsident der Frings-Gesellschaft auf Anfrage, inhaltlich auch ein Bogen zum Weltjugendtag im vergangenen Jahr in Köln geschlagen werden.
Den hatte die Düsseldorfer Ratsfrau Anneliese Böcker (CDU) zum Anlass für einen Vorstoß auf Düsseldorfer Seite genommen und damit letztlich den Weg frei machen geholfen.
Beide Anrainerstädte haben sich nun auf einen Namen dieser mehr als 75 Jahre alten und 78 Meter langen Brücke geeinigt.
Einen leichten Beigeschmack aber hatte diese Verbindung von Anlass und Ereignis.
Bei vielen Menschen beiderseits des Rheins stellte sich prompt der Verdacht ein, die Umbenennung würde als „Lockstoff“ benutzt, um Papst Benedikt XVI. zu einem Besuch in Düsseldorf zu bewegen.
Als junger Theologe hatte das Oberhaupt der katholischen Christenheit den Kölner Kardinal vor mehr als 40 Jahren zum II. Vatikanischen Konzil nach Rom begleitet.
Bei der Organisation des Festes leisten beide Städte partnerschaftlich Hilfestellung.
Und sie werden partnerschaftlich mit einbezogen.
Die Enthüllung der neuen Namensschilder an beiden Brückenrampen, bei denen es sich um schlichte Straßenschilder handeln wird, wird nach Darstellung von Richard Hoymann vom Neusser Presseamt um 10 Uhr morgens durch Joachim Kardinal Meisner rechtsrheinisch vorgenommen.
Um 10.30 Uhr schließt sich eine Messe auf Neusser Seite an, die der Kölner Erzbischof zelebrieren wird.
Der Ort wird vermutlich am Rheindamm und wohl kaum das Quirinusmünster sein, die liturgische Form ist noch offen, kommt heute zur Sprache.
Gegen 12 Uhr soll sich ein Brückenfest anschließen, das ebenfalls von der Kirche verantwortet wird.
Dieses wird in Kooperation mit dem direkt benachbarten Swissôtel Düsseldorf-Neuss auf die Beine gestellt.
Eine entsprechende Option wurde Ende März in dem Hotel mit Vertretern beider Städte, beider Stadtdekanate und der Frings-Gesellschaft vereinbart.
Während auf immer mehr Fragen eine Antwort gefunden wurde, ist eine noch völlig offen: Wird das rheinüberspannende Bauwerk Josef-Kardinal-Frings-Brücke heißen oder kommt sie ohne Vornamen aus?
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.