Neuss (NGZ). In der Stadtteilwerkstatt für Erfttal, Gnadental, Grimlinghausen und Uedesheim diskutierten am Dienstagabend in der Gaststätte Reuterhof rund 55 Bürger über Ideen, wie die Stadtteile langfristig weiterentwickelt werden sollten. Die Vorschläge sollen in das Gesamtkonzept einfließen, auf dessen Basis ein neuer Flächennutzungsplan für das Stadtgebiet entstehen soll. Albrecht Heyer, Leiter des Amtes für Stadtplanung, betonte, dass die Stadtteilwerkstatt "Auftakt des Planungsprozesses ist und nicht dessen Abschluss". Die Bürger seien wichtig, um "die Stadtteile zukunftsfähig zu machen."
ERFTTAL Eine Umgestaltung des Ladenzentrums Euskirchener Straße war ein zentrales Thema. Durch den Zukauf von Flächen und der Beseitigung von Parkplätzen soll nach Ansicht der Bürger das Außengelände verschönert werden. Zudem sollten Wege gefunden werden, um Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenzubringen. Versuche seien bisher gescheitert. Gelobt wurden etwa die Erreichbarkeit der Kindertagesstätten und Schulen sowie die Nähe zur S-Bahn-Station Norf.
GNADENTAL Die Sicherheit im Stadtteil erhöhen, den Fahrplan der Busse für abends und am Wochenende ausbauen und alten Baubestand sanieren: Das sind die langfristigen Interessen der Bewohner. Lehrer Norbert Reuber (57) lebt seit 27 Jahren im Stadtteil. "Das Wohnen im Grünen, die Rhein- und Stadtnähe gefallen mir wiederum." GRIMLINGHAUSEN Mehr Gastronomie am Römerplatz, um die Freizeit zu verbringen, vor allem Cafés und Eisdielen wünschen sich die Bewohner. Zudem sollten die Spielplätze von Scherben und anderem Unrat gesäubert werden. Auch die Freizeitangebote für Jugendliche sollten ausgeweitet werden, damit auch sie im Stadtteil ihre Freizeit verbringen können.
Uedesheim Keine neuen Baugebiete schaffen, sondern Baulücken erst einmal schließen: Das ist den Uedesheimer Bewohnern wichtig, die sich an der Diskussion beteiligten. Der Stadtteil solle primär ein Wohnstandort bleiben, auch wenn die Wirtschaft wichtig sei. Der Bereich Rheinbogen sollte als Naturschutzgebiet geschont werden, forderte Hans Peter Tannert.
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