Neuss (NGZO). Der weltberühmte kanadische Zirkus schlägt sein 2500 Zuschauer fassendes Grand Chapiteau vom 12. Mai bis zum 6. Juni wieder im Neusser Hafen auf. Nach "Dralion" (2006) wird jetzt das Programm "Saltimbanco" zu sehen sein.
Vor drei Jahren, zur Jahreswende 2006/07, feierte der Cirque du Soleil bei seinem ersten Gastspiel in Neuss Triumphe. Nahezu 100 000 Besucher – und somit mehr als in Berlin (95 000) und Frankfurt (90 000) – ließen sich damals vom Programm "Dralion" verzaubern. Für vier Wochen prägte das viermastige Grand Chapiteau, in dem der kanadische Sonnenzirkus gastiert, die Neusser Hafenkulisse.
Jetzt kommen die Artisten zurück, die so unvergleichlich mit Tanz und Akrobatik eine Geschichte erzählen. Vom 12. Mai bis zum 6. Juni gibt's auf dem Parkplatz der Eventhalle an der Hansastraße die neue Show "Saltimbanco" zu sehen. "Ja", bestätigte gestern Nachmittag auf NGZ-Anfrage Hafendirektor Ulrich Gross, "der Cirque du Soleil kommt wieder nach Neuss." Die Neuss-Düsseldorfer Häfen sind Eigentümer des Grundstücks und treten somit als Vermieter und örtlicher Vertragspartner für den weltberühmten Zirkus auf.
Erfolgsstory seit 1984
Der Straßenkünstler Guy Laliberté und sein Partner David Gauthier gründeten den Cirque du Soleil 1984 in Montreal. Von Kanada aus traten sie ihren Siegeszug um die Welt an. Das Unternehmen beschäftigt knapp 4000 Menschen; darunter tausend Artisten.
Bürgermeister Herbert Napp freut sich auf das niveauvolle Spektakel, das Besuchermassen anlockt: "Das Gastspiel von Cirque du Soleil stärkt das Image der Stadt und spült Geld in die Kassen der Neusser Kaufleute." Vor drei Jahren hatte insbesondere das Hotel- und Gastgewerbe vom Gastspiel profitiert.
"Keine Probleme" erwartet Uwe Talke. Der Leiter des Ordnungsamtes im Rathaus ist sicher, dass die An- und Abfahrt der täglich rund 2500 Zuschauer reibungslos funktionieren wird. Bauarbeiten auf den Zufahrtstraßen seien im Frühsommer 2010 nicht geplant; "Außerdem profitieren alle Beteiligten von der Erfahrungen, die wir vor drei Jahren gesammelt haben." Damals war es durchaus zu Staus gekommen. Die Hafenbetriebe hatten 2006 für 170 000 Euro den tausend Autos Platz bietenden Parkplatz hergerichtet. "Eine Investition, die sich jetzt auszahlen wird", freut sich Hafendirektor Ulrich Gross.
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