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Neuss: Der Feuerwehr-Fitmacher

VON JOHANNES STRUCK - zuletzt aktualisiert: 05.09.2010 - 21:00

Neuss (NGZ). Robert Büchel trainiert die Mitglieder des Feuerwehrlöschzugs Mitte, damit sie genug Kondition für ihre Einsätze haben. Vor kurzem hat er am Feuerwehr-Institut NRW die Ausbildung zum "Dienstsportkoordinator" abgeschlossen.

Betriebssport der Feuerwehr: Florian Korthauer, Alexander Hollmann, Robert Büchel und Sandra Klevenow spielen Basketball.  Foto:  woi
Betriebssport der Feuerwehr: Florian Korthauer, Alexander Hollmann, Robert Büchel und Sandra Klevenow spielen Basketball. Foto: woi

Schier endlose Runden im Kreis, zwischendurch werden Bälle geworfen, der eine oder andere landet schon mal im Korb – die Rede ist nicht von einem neuen Sportverein, sondern vom Löschzug Stadtmitte. An der Spitze der rundendrehenden Karawane steht Robert Büchel. Er gibt Kommandos und zeigt den anderen, wie sie sich aufwärmen sollen, bevor sie Basketball oder Volleyball spielen. Er ist nicht von ungefähr Sportbeauftragter: Vor kurzem hat er am Münsteraner Feuerwehr- Institut NRW die Ausbildung zum Dienstsportkoordinator abgeschlossen und führt nun die Sportgruppe an.

Mit 14 Jahren begann er seine Feuerwehrkarriere bei der Feuerwehrjugend; mit 18 stieg er beim Löschzug Stadtmitte ein. Zwei Jahre später führt er den Sport an, dienstags Laufen um den Reuschenberger See und Schwimmen, donnerstags Ballsport.

Info

Einsätze in Zahlen

Brände 2009 341

Technische Hilfeleistungen

Menschen in Notlage 168

Tiere in Notlage 84

Verkehrs- und Betriebsunfälle 21

Einstürze von Baulichkeiten 3

Wasser- und Sturmschäden 199

Fehlalarmierungen

Fehlalarme in guter Absicht 349

Fehlalarme in böser Absicht 15

Bei jedem Einsatz mit Atemschutzgerät müssen die Feuerwehrleute 20 Kilo Gerät mit sich tragen. Kondition ist dann der Knackpunkt. Robert Büchel sorgt dafür, dass seine Leute die jährlichen Belastungsübungen bestehen. Hierbei müssen die Männer einen Parcours überwinden, bei dem Puls und Blutdruck via Computer gemessen werden . Der Puls darf nicht den Grenzwert von 220 minus Lebensalter überschreiten. Den letzten haben alle bestanden, vom alle drei Jahre verpflichtenden ärztlichen Check ganz zu schweigen. Denn die freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen haben natürlich noch einen Beruf neben diesem. Und dafür ist das Sportprogramm wichtig, denn für Vereinssport bleibt außerhalb der Arbeit wenig Zeit. Jetzt im Sommer findet man sie auf dem Basketballplatz auf der Pferderennbahn. Manchmal sind andere Jugendliche da, gegen die man spielt. Im Winter trainieren sie in ihrer kleinen Sporthalle, vor allem Kraft- und Cardiotraining.

Im Einsatz kommt der Sport zu Gute. Peer Schmitz kann sich an einen Einsatz erinnern, bei dem er die 30 Meter lange Drehleiter bei einem Brand im Textillager an der Hammer Landstraße hochklettern musste. "Früher wäre ich bei so was aus der Puste gekommen." Inzwischen konnte er seinen Ruhepuls von 80 auf 65 reduzieren. Der Löschzug nutzt Büchels Sportangebot gerne, zum einen haben sie hier die Möglichkeit den Rettungsschwimmerschein oder das deutsche Sportabzeichen abzulegen. Zum anderen wissen alle, dass sie hier trainieren können, ohne Verletzungen befürchten zu müssen. Am 25. September treten sie zur Feuerwehrlaufmeisterschaft in Mönchengladbach an.

Quelle: NGZ

 
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