Neuss (NGZ). Eine ganz besondere Anerkennung ihrer Arbeit erwartet Sylvia Decker in der kommenden Woche: Die Schulleiterin der Grundschule „Die Brücke“ trifft Familienministerun Ute Schäfer und Schulministerin Sylvia Löhrmann. Dann ist die Neusser Schule auf der Ganztagsmesse Hamm zu Gast. „Die Ministerinnen werden unseren Stand besuchen“, erzählt Decker.
Denn die Schule ist Vorbild in Nordrhein-Westfalen: Dort lernen Kinder deutscher und ausländischer Herkunft ebenso miteinander wie behinderte und nicht-behinderte Schüler. „Wir sehen Vielfalt als Chance“, sagt Sylvia Decker über ihre Schule, die einen Migranten-Anteil von 70 Prozent hat. Dafür aber ist die Betreuung optimal: Nicht nur Grundschullehrer und Sonderpädagogen betreuen die 330 Schüler. Auch Sozialarbeiter, Mediatoren, Integrationshelfer, Erzieher und eine Psychologin arbeiten an der Ganztagsschule. Nicht ohne Stolz berichtet Decker von ihrem großen Team, mit dem sie zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen kann.
Ein Projekt ist die Mehrsprachigkeit der Schüler, die durch Türkisch- und Arabischunterricht gefördert wird. „Nur wer seine Herkunftssprache beherrscht, kann die deutsche Sprache gut lernen“, erläutert Decker das Konzept. Der Unterricht wird an der Schule zwar im Klassenverband gestaltet, doch für die individuelle Förderung wird auch in Kleingruppen oder allein gelernt. Eines ist Sylvia Decker dabei ganz wichtig: „Bei uns soll sich niemand als Außenseiter fühlen.“
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