Kommentar (NGZ). Schützen sind keine besseren Menschen und Schützenkönige sind Kinder der Gesellschaft, in der sie leben. Darum: Wer ohne Fehl und Tadel ist, der werfe den ersten Stein – in Holzbüttgen oder anderswo.
Richtig ist, wenn Bezirksbundesmeister Kaiser klare Formulierungen in der Satzung fordert, die keinen Spielraum für Interpretationen lassen. Das ist die formale Seite.
Im Kern geht es aber um Verantwortung. Schützenkönige, Brudermeister, Präsidenten und Regimentschefs genießen gesellschaftlichen Glanz, streben ihn auch an.
Andererseits wollen die Menschen Repräsentanten, auf die sie stolz sein können, die nicht polarisieren. Darum sollte sich jeder Kandidat fragen, ob ihn die Gemeinschaft trägt oder nur erträgt.
Ehrlichkeit schützt, Ehrgeiz beschädigt zum Schluss alle.
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