Neuss (NGZ). Die Mehlpreise steigen, die Bäcker fürchten um ihre Existenz, es tobt der Streit um die Gründe für die Misere. Neu ist das nicht. Im Moment geht es ums Mehl, vor kurzem waren es die Milchpreise. Letztlich lenkt die Diskussion nur ab von einer Entscheidung, vor der sich die Verbraucher nicht mehr lange drücken können: Wollen sie eine Infrastruktur erhalten, zu der auch der traditionelle Handwerks-Bäcker um die Ecke gehört? Die Bäcker befürchten das Schlimmste: "Die Generation Schwarzbrot stirbt aus", sagt Obermeister Jakob Andler.
Je jünger die Kunden, desto mehr seien sie an Discounter-Einheitsware gewöhnt. Wer "seinen" Bäcker behalten möchte, kann das leicht unterstützen: einfach dort einkaufen. Sonst droht vor allem kleineren Betrieben ein Schicksal wie einst den Tante-Emma-Läden: Sie sterben aus. Und werden dann vermisst – zu spät. Frank Kirschstein
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