Neuss (NGZ). Neuss wird zur inoffiziellen Hauptstadt der Demonstrationen: Gleich drei wird es heute und morgen vor dem Rathaus geben. Es geht um die Themen Landeszuschüsse für die Ganztagsschule, um mehr für die Sanierung von Schultoiletten und um die Auslagerung von städtischen Kindertagesstätten.
Heute sind der Schulausschuss und dessen Mitglieder die Zielrichtung. Der Stadtelternrat der Neusser Schulen hat auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossen, von 16 bis 17 Uhr vor dem Rathaus zu demonstrieren. "Der ,Schultoiletten-Masterplan' wurde trotz Zustimmung aller Fraktionen im vergangenen Jahr nicht umgesetzt", sagt der neue Vorsitzende Ralf Mainz. "Aufgrund der desolaten Haushaltslage ist dieser Masterplan von CDU und FDP im Rahmen der Haushaltsberatungen im Jahr 2011 nicht berücksichtigt und keine Mittel zur Verfügung gestellt worden." Auch für 2012 werde es, erklärte bereits Schulausschussvorsitzende Stephanie Wellens (CDU), keine größeren Mittel zur Verfügung gestellt. Die Demo wird von der Bezirksschülervertretung im Rhein-Kreis unterstützt.
Ferner wollen Träger der Offenen Ganztagsschule (OGS) vor der Schulausschussitzung dagegen demonstrieren, dass Landeszuschüsse von der Stadt nicht in voller Höhe weitergeleitet werden. "So ist die qualitätsvolle Arbeit des ,Neusser Modells' gefährdet", sagt SkF-Geschäftsführerin Getrud Gebauer.
Morgen schließlich will die Neusser Kommunalgewerkschaft Komba vor der Ratssitzung (16 Uhr) gegen die von der Verwaltung vorgeschlagene Auslagerung der städtischen Kindertagesstätten protestieren. Dazu sind betroffene Erzieherinnen, aber auch Eltern aufgerufen.
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