Neuss (NGZ). Neuss Karl Heinz Baum, Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung, war sauer: „Das ist fast die gleiche Vorlage wie vor einem halben Jahr. Das, was wir wollen, ist dort nicht zu finden. Die Hausaufgaben wurden nicht gemacht.“
Es geht um das Gebäude des ehemaligen Landestheaters an der Drususallee/Ecke Erftstraße. Geplant ist die Errichtung eines viergeschossigen Gebäudes mit Büro- und Gewerbeflächen im Erdgeschoss und Teilen des ersten Obergeschosses zum Benno-Nußbaum-Platz sowie Wohnungen in den übrigen Geschossen.
Von der Büttger Straße aus ist eine Tiefgarage für 20 Stellplätze vorgesehen. Der begrünte Innenhof steht für Kurzparker und die Anlieferung für die Gaststätte „Drusushof“ zur Verfügung.
Am 16. Dezember vergangenen Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, das Grundstück Drususallee 1 (ehemaliges Rheinisches Landestheater) an die Bauträgergesellschaft Objektplan mit Sitz an der Jülicher Straße in Neuss zu verkaufen. Dahinter stehen die drei Architekten Peter Röttger, Rudolf Welzel und Klaus Wichmann. Objektplan hat zuletzt unter anderem am Sporthafen in Gnadental den Komplex mit Bootshaus für vier Neusser Wassersportvereine und Eigentumswohnungen gebaut.
Der Rat hatte damals auch entschieden, dass der Planungsausschuss bei den weiteren Planungen des Investors mit einbezogen werden soll. Das betrifft insbesondere die Fassadengestaltung. Eine Bedingung des Kaufvertrages sollte es nach der Meinung von Baum, so sagte er im Dezember, sein, dass Gestaltungsdetails wie Fassade oder Baukörpergröße mit dem Fachausschuss abgesprochen werden müssten. Karl Heinz Baum: „Die vorgelegte Gestaltung passt sich keinesweg an die Umgebung an. So geht es nicht.“ Das Thema wurde vertagt.
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