Neuss (NGZ). Neuss Die Star-Revue, karnevalistisches Flaggschiff der „Blauen Funken“ und nach Überzeugung von Funken-Chef Andreas Radowski „die letzte Karnevalssitzung innerhalb der Stadtmauern“, wird in diesem Jahr (Freitag, 1. Februar) zu einer kleinen Abschiedsgala.
Sitzungspräsident Thomas Frings wird das sechsstündige Programm trotzdem nicht mit Träne im Knopfloch präsentieren, sondern in der Vorfreude auf Kommendes: 2009 wird die Star-Revue mit neuem Konzept präsentiert - „frischer, frecher und moderner“ - und der Sitzungskarneval der Funken um eine besondere Veranstaltung erweitert. Titel: „Kamelle us Kölle - Die Topstars!“ Und das ist nicht gestrunzt.
Den Veranstaltungsstart mit den Kölner Karnevals-Größ(t)en wagen die Funken in ihrem Jubiläumsjahr, wenn die Gesellschaft 5 x 11 Jahre alt wird. Höhner, Brings und „De Räuber“ aber auch Bernd Stelter, Willibert Pauels (Foto) und Guido Cantz sind schon unter Vertrag genommen. Eine Liste, die auch Schatzmeister Karl Kehrmann keine Schweißperlen auf die Stirne treibt: „Wir sind keine Hasardeure.“ Umfragen bei den „Stammkunden“ bestätigten, dass es einen Markt für eine derart herausragende Sitzung gibt - auch wenn die nur an einem Dienstagabend möglich ist, weil überhaupt nur dann die erhofften Interpreten für ein Engagement zu haben waren. „In Köln ist so etwas gang und gäbe“, kommentiert Radowski den Wochentermin.
Er und seine Vorstandskollegen wissen in diesem Punkt zudem die gesamte Funken-Familie hinter sich: „Kamelle us Kölle“ war Gegenstand einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. „Es klappt“, ist sich auch deshalb Radowski sicher, der die neue Veranstaltung nicht als Eintagsfliege im Jubiläumsjahr plant sondern im Team zur festen Größe im Funken- und damit im Neusser Karnevals-Kalender entwickeln will.
Macht „Kamelle us Kölle“, geplant für den 3. Februar 2009, nicht die kaum drei Wochen später folgende Star-Revue kaputt? Diese Frage stieß bei den Funken die Debatte über ein neues Revue-Konzept an. Aber nicht nur sie allein. „Wir hatten im Vorjahr Mühe, den Saal voll zu bekommen“, muss Kehrmann „mal ganz ehrlich sagen.“ Also musste der Vorstand ohnehin an das Thema ran. „Nach Weiberfastnacht“, so zog Radowski eigene Lehren aus dem Kölner Karneval, „ist die Zeit für den Sitzungskarneval eigentlich vorbei. Dann wollen die Menschen feiern.“ Und das sollen sie bei der Star-Revue ausgiebig können. Das Konzept Sitzung wird aufgeknackt, Tanz und Darbietungen auf der Bühne wechseln sich ab, Cocktail- und Bierbar, Champagner- und Zigarrenlounge im Saal setzten dazu gastronomische Glanzlichter.
Ob der Sitzungspräsident bei beiden Veranstaltungen ein Prinzenpaar aus den Reihen der Gesellschaft begrüßen kann, ist offen. Bislang war es für die Funken Ehrensache, in Jubiläumsjahren die Repräsentanten im Neusser Karneval zu stellen, betont Radwoski. Und die Funken hätten in der Tat das erste Vorschlagsrecht. Doch das Thema geht der Vorstand erst nach Aschermittwoch an. Wenn alles vorbei ist.
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