Neuss (NGZO). Mit der Aufgabe des Werkteils zwischen Weißenberger Weg und Karl-Arnold-Straße, an die sich östlich das preisgekrönte Neubaugebiet Südliche Furth anschließt, eröffnet sich die Chance einer städtebaulichen Verbesserung im Quartier nördlich des Hauptbahnhofes. Dass die Stadt ein Interesse daran hat, war in der Vergangenheit schon mehrfach Gegenstand von Gesprächen mit dem Unternehmen – als noch über eine Unternehmensauflagerung nachgedacht wurde. Diese Option wurde letztlich verworfen.
Im Zuge der Krise, in die Acument in diesem Jahr geraten war, hatte nun die Verwaltung ihr Kaufinteresse erneut platziert. Zentraler Gedanke dabei: Geld aus dem Grundstücksverkauf könnte das Unternehmen stabilisieren und in der Konsequenz den Standort sichern. Zuletzt allerdings hatte sich die Verwaltung Zurückhaltung auferlegt. Weil, wie Andreas Galland vom Amt für Wirtschaftsförderung betont, man nicht zur Gewinnmaximierung des Investors beitragen wolle. Ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sei zu prüfen. Es könne ja auch sein, dass das Unternehmen das Areal selbst vermarkten will.
Andreas Hamacher (CDU) sieht als gewählter Stadtverordneter für die südliche Furth auch die städtebauliche Chance, wenn Acument seine Werksfläche reduziert. Aber er kann sich nicht darüber freuen. "Schade, dass das vor allem auf Kosten der Arbeitnehmer geht."
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