Meine Firma (NGZ). Lamm aus Neuseeland, Pangasius aus Vietnam, Blaubeeren aus Kanada – im Kühlhaus Düsseldorf in Norf lagern unterschiedlichste Produkte. Sie werden in Deutschland ausgeliefert, einmal pro Woche geht es ins EU-Ausland.
Auch bei hochsommerlichen Temperaturen müssen die Mitarbeiter von Thomas Lemmerholz nicht schwitzen: In Thermoschutzkleidung gehüllt, packen sie im Kühlhaus Düsseldorf in Norf bei einer Temperatur von minus 24 Grad Tiefkühlware ein und aus. Wer auf der gekühlten Verladerampe zu tun hat, schützt sich immerhin noch mit der Fleecejacke unter dem Hygieneanzug vor den Temperaturen. Ob Blaubeeren aus Kanada, Pangasius-Filet aus Vietnam, Brokkoli aus Ecuador oder Lamm aus Neuseeland: Die Liste der gelagerten Lebensmittel ist lang. Besonders begehrt ist jetzt im Hochsommer das Speiseeis: "Pro Tag lagern wir im Moment 100 Paletten davon ein und aus", berichtet Lemmerholz. Im Winter werde nur ein Drittel der Menge an Speiseeis umgesetzt.
Kühlhaus in Zahlen
Lagerlogistik 15 000 Palettenstellplätze, 15 Verladetore, gekühlte Rampe, Schockfrostkapazität von 60 Tonnen täglich. Kommissionierung, Konfektionierung. Transportlogistik im Überblick: 3 000 000 Kilometer Stückgutverkehre pro Jahr, regelmäßige europaweite Stückgutverkehre, bundesweit flächendeckende Distribution innerhalb 24/48 Stunden.
Transport quer durch Europa
Lemmerholz leitet den Familienbetrieb, der im kommenden Jahr 100-jähriges Bestehen feiert, bereits in der dritten Generation. Damit die Ware, die nicht nur schockgefrostet, gelagert, zerlegt, umgepackt oder aufgetaut, sondern auch quer durch Europa transportiert wird, in einwandfreiem Zustand beim Kunden eintrifft, sind Einhaltung von Hygienestandards und vorgeschriebenen Temperaturen im Kühlhaus Düsseldorf oberstes Gebot. Auch die Rückverfolgbarkeit jeder einzelnen Palette muss jederzeit gewährleistet sein. Vom Kühlhaus – das Bindeglied zwischen Herstellern und den Zentrallagern des Einzelhandels – werden die Paletten über die gekühlte Rampe in einen Tiefkühl-Lastwagen verfrachtet. Neben Zielen in ganz Deutschland geht es einmal in der Woche nach Madrid, Barcelona, Lissabon, Prag, Göteborg, Venedig und zurück. Darüber hinaus werden alle Hardrock-Cafés auf dem europäischen Kontinent vom Kühlhaus Düsseldorf mit Tiefkühl-Hamburgern, Lachsfilets und Steaks beliefert.
Zum Kundenservice gehört es, dass der Kunde die zu liefernde Menge frei wählen kann: Eine einzelne Palette wird genauso nach Barcelona gebracht wie eine Lkw-Ladung mit 33 Euro-Paletten. Der Großvater des heutigen Firmenchefs gründete das Unternehmen 1911 in Düsseldorf und handelte zunächst mit Molkereiprodukten. 1948 kam die Tiefkühl-Sparte hinzu, und bald wurden die Räumlichkeiten für den Betrieb in Düsseldorf zu eng. So erfolgte 1976 der Umzug auf ein 21 500 Quadratmeter großes Gelände an der Mainstraße in Norf. Seit 2004 führt Thomas Lemmerholz das Kühlhaus Düsseldorf allein, sein Bruder Robert übernahm das Molkereigeschäft. Heute sind an der Mainstraße 42 Mitarbeiter beschäftigt, ausgebildet wird in den Berufen Speditionskaufmann und Bürokaufmann.
Weitere Infos im Internet unter www.kuehlhaus-duesseldorf.de
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