Neuss (NGZO). Taucher der Feuerwehr Düsseldorf wurden am Donnerstag zur Rettung der zwei Jungen angefordert, die auf dem zugefrorenen Reuschenberger See eingebrochen waren, nicht aber die DRK-Wasserwacht Neuss. Die Kriminalpolizei hat am Freitag Ermittlungen aufgenommen.
Die ehrenamtlichen Retter aus Neuss haben ihre Station am Südpark ganz in der Nähe der Unglücksstelle. Warum sie zu dem Einsatz nicht angefordert wurden, darüber diskutieren die Leser bei NGZ Online.
„renespoerke 1985” zum Beispiel schreibt: „Das muss mir mal einer erklären. Da wird die Wasserrettung aus Düsseldorf angefordert und wirklich nur wenige Meter weiter ist die DRK-Wasserwacht.” „Pfützensani” fragt: „Wie will man das den Eltern der Kinder erklären?” „EJJSB” meint: „Alle Helfer haben hier hervorragend zusammengearbeitet und Großes geleistet.”
Michael Dilbens ist Leiter der Kreisleitstelle. Er sagt: „Meine Mitarbeiter haben alles richtig gemacht.” Fakt ist: Für jede Feuerwache gibt es eine so genannte Alarm- und Ausrückordnung, die genau vorschreibt, was bei welcher Art von Einsatz zu geschehen hat.
„Wenn klar ist, dass Taucher benötigt werden, wird die Staffel der Berufsfeuerwehr Düsseldorf zuerst alarmiert, weil sie sofort anrücken kann”, sagt Stadtbrandmeister Peter Schöppkens. Die ehrenamtlichen Retter der DLRG und die DRK-Wasserwacht Neuss, die laut Schöppkens eigentlich ebenfalls eingesetzt werden sollten, müssen von ihren Wohnorten aus zuerst in ihre Rettungswacht kommen.
Die der Wasserwacht liegt allerdings in unmittelbare Nähe zum Unglücksort.
Die Polizei teilte am Freitag mit, dass sie Ermittlungen aufgenommen habe. "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinerlei Anhaltspunkte, dass es bei den Rettungsmaßnahmen zu Versäumnissen oder Pannen gekommen ist. Anderslautende Äußerungen hat die Polizei zur Kenntnis genommen. Diese Äußerungen werden geprüft", heißt es in einer Pressemitteilung.
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