Neuss (NGZ). Wegen der Fußball-WM findet das Shakespeare-Festival in den ersten vier Wochen der Sommerferien statt (16. Juli bis 14. August). Zu seinem 20. Geburtstag wartet es mit einem bunten Reigen internationaler Produktionen von dem und um den elisabethanischen Dichter auf.
Was der Neusser Kulturreferent Rainer Wiertz mit "Da trafen die richtigen Leute im richtigen Moment die richtige Entscheidung" umschreibt, klingt aus dem Mund von Klaus Harnischmacher ganz anders. Denn wie kam das Globe nach Neuss? "Weil ich eine dumme Idee hatte", sagt der Neusser, der damals, vor genau 20 Jahren, noch Chef des Bauvereins war und dessen 100. Geburtstag mit einer Publikumsveranstaltung feiern wollte. Im Hauruckverfahren wurde das Globe aus Rheda-Wiedenbrück nach Neuss transportiert; wenige Wochen später fand das erste Shakespeare-Festival statt.
Zur 20. Auflage des internationalen Theatertreffens im für rund 400 000 Euro frischrenovierten Globe hat das Team um Wiertz sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen können. Mit der Produktion "Warum Warum" vom Zürcher Schauspielhaus kommt eine Arbeit von Peter Brook nach Neuss.
Karten ab 17. April
Als neuer Hauptsponsor des Festivals tritt für die nächsten drei Jahre die Sparkasse Neuss auf. Zum ersten Mal bekommt es zudem Geld von der Europäischen Kommission. Das Programm erscheint in etwa einer Woche; es ist aber schon im Internet unter www.shakespeare-festival.de abzurufen. Der Kartenvorverkauf beginnt am 17. April.
Der englisch-französische Regisseur ist einer der ganz Großen in seinem Fach und ausgewiesener Shakespeare-Kenner. So ist seine Arbeit denn auch ein Art Recherche zu den Stücken, die den 84-Jährigen am stärksten beeindruckt haben – wie "Hamlet", den er mehrfach inszeniert hat.
Zwölf Theaterproduktionen – auch eine mit Laien aus Neuss ("Shakespearestadl") – stehen auf dem Programm des Festivals. Die professionellen Companys kommen aus Bremen, Chicago, London, Paris, Beregszász und mit dem Landestheater auch aus Neuss. Außerdem gibt es einen Liederabend und natürlich die traditionelle Lecture mit Patrick Spottiswoode.
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