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Neuss: Findus sorgt für Chaos

VON DAGMAR KANN-COOMANN - zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 - 22:12

Neuss (NGZO). Mit seiner Inszenierung von zwei Bilderbüchern des schwedischen Autors Sven Nordqvist hat Johann Wild am Theater am Schlachthof ein schönes Weihnachtsstück geschaffen: "Morgen, Findus, wird's was geben".

"Morgen, Findus, wird's was geben". Kindertheater nach Bilderbüchern von Sven Norqvist am TaS.
 

 Foto: F. Walter
"Morgen, Findus, wird's was geben". Kindertheater nach Bilderbüchern von Sven Norqvist am TaS. Foto: F. Walter

Was er sich wünscht, weiß der kleine Kater Findus ganz genau: Seit Pettersson ihm vom Weihnachtsmann erzählt hat, will er unbedingt, dass der auch zu ihm kommt. Und ihm vielleicht sogar eine Überraschung bringt. Keine Rute, wie die gackernden Hühner behaupten, denn was wissen die auch schon vom Weihnachtsmann? Allerdings stellt Findus' Wunsch Pettersson vor ein recht schwieriges Problem, zumal er sich am Fuß verletzt hat und nicht mal einen Tannenbaum aus dem Wald holen kann. Auch das noch. Ein Glück, dass Findus und die Hühner gerne mit anpacken, um das Haus aufzuräumen und weihnachtlich zu schmücken, allerdings auf recht eigenwillige Weise.

Info

Vorstellungen

Für die Inszenierung werden auch Vormittags-Vorstellungen für Grundschulen und Kindergärten angeboten (11 Uhr). Aber bis Weihnachten steht das Stück auch für Familien auf dem Spielplan – in der Regel sonntags um 15 Uhr. Karten und weitere Informationen unter Telefon 0 21 31 / 27 74 99.

Munteres Chaos, lustigen Trubel, riesigen Spaß und zu guter Letzt natürlich ein wunderschönes Weihnachtsfest mit allem, was dazu gehört – sogar mit Pfeffernüssen – gibt es in dem Weihnachtsstück für Kinder, das Johann Wild für das Theater am Schlachthof inszeniert hat. "Morgen, Findus, wird's was geben" heißt das Stück, das Nicole Mechtenberg frei nach dem gleichnamigen Kinderbuch des schwedischen Erfolgsautors Sven Nordqvist sowie nach dessen Bilderbuch "Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch" geschrieben hat.

Für jede Menge Spaß der kleinen und großen Zuschauer sorgten bei der Premiere am Sonntag schon allein die beiden Hühner Henrietta und Soffi-Moffi, die Elisabeth Pleß und Natascha Popov einfach toll und faszinierend dicht am natürlichen Verhalten des Federviehs zeigten. Dabei gelangen den beiden von den Vogelblicken über die besondere Schrittfolge bis zum aufgeregten Gegacker zwei wundervoll glaubwürdige Hühner, ein bisschen ängstlich, nicht allzu clever und immer ein bisschen eifersüchtig auf den kleinen Findus.

Quirlig, vorwitzig und gut gelaunt trifft Susanne Starzak als Findus wunderbar punktgenau und völlig überzeugend den sympathischen, fröhlichen Chaoskater, der immer dann für die muntersten Turbulenzen sorgt, wenn er besonders brav sein will. Ein bedächtiger Pettersson, einfallsreich und gutmütig, ist Remo Hofer. Jürgen Knittl schließlich zeigt gut gelaunt und mit viel Spaß am Spiel den Nachbarn Gustavson, die alte Elsa, und andere.

Tom von Doellen hat die Kostüme schön dicht an Nordqvists Bilderbüchern gehalten; Jeff Roth gelingt es wunderbar, auf den wenigen Quadratmetern Bühnenraum sowohl eine winterliche Landschaft als auch die kunterbunte und gemütliche Wohnung von Pettersson in kräftigen warmen Farben entstehen zu lassen. Fröhliche, eingängige Lieder schließlich haben die beiden Musiker Sabine Wiegand und Toshi Trebess für das Stück geschrieben.

So gelingt Regisseur Johann ein harmonisches Ganzes und ein liebevoll gestaltetes Kinderstück, bestens geeignet, schon den jüngsten Fans des munteren Duos aus dem hohen Norden einen vergnüglichen Nachmittag und einen schönen Theaterspaß zu bereiten, in dem sogar der größte Wunsch des kleinen Findus auf geheimnisvolle Weise in Erfüllung geht.

Quelle: RP

 
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