Neuss (NGZ). Neuss Mia-Elea, sieben Monate alt, liegt friedlich im Kinderwagen. Sie genießt die warmen Sonnenstrahlen, hat ihre Augen geschlossen und nuckelt an ihrem Schnuller mit der Aufschrift „I love mama“. Es scheint alles in bester Ordnung zu sein, doch plötzlich fällt der Schnuller zu Boden.
Sie öffnet ihre braunen Augen und lacht. „Unser Sonnenschein“, sagte Vater Alexander Visnjic aus Neuss. Er ließ sich am Freitag Mittag am Büchel/Ecke Neustraße von Beamten der Neusser Verkehrspolizei beraten. Über den ISO-Fix - ein spezielles Haltesystem für einen modifizierten Kindersitz.
„Am ISO-Fix-Kindersitz befinden sich zwei Greifarme, die in die passenden Gegenstücke im Fahrzeug eingerastet werden. Dadurch entsteht eine absolut feste Verbindung zwischen Kindersitz und Auto“, erklärte Polizeioberkommissar Erwin Rohmann von der Verkehrspolizei Neuss.
Er ergänzte: „Ein weiterer, sehr gewichtiger Aspekt ist, dass beim Unfall die Bremsverzögerung des Fahrzeugs unmittelbar an den Kindersitz weitergegeben wird. Auch die Fehlbedienungsgefahr konnte durch ISO-Fix insgesamt deutlich gesenkt werden.“
Neben Alexander Visnjic kamen am Freitag zahlreiche Neusser zum Informationsstand der Verkehrspolizei, sie alle ließen sich über Sicherheit und Schutz im Straßenverkehr beraten und informieren. „Montag ist Schulstart, dann ist das Interesse immer sehr hoch“, erklärte Rohmann, der diese Aktion mit seinen Kollegen immer zu Ferienende veranstaltet.
Sowieso hätte der Bedarf an Beratung in den vergangenen Jahren zugenommen. „Gerade zum Ferienende wollen wir die Eltern und Erziehungsberechtigten, aber auch die Kinder auf die Gefahren im Verkehr aufmerksam machen. Für einen sicheren Schulstart“, so der Polizist.
Das dachte sich auch Kathrin Brüggen aus Lanzerath, die mit ihrer Mutter Renate (41) in Neuss einkaufen war. Die zehn Jahre alte Schülerin, die am Montag die fünfte Klasse besuchen wird, hat an dem Verkehrsquiz, bei dem spielerisch die bestehenden Vorfahrtsregeln überprüft werden, teilgenommen. Mit Erfolg. „Null Fehler“, berichtete Kathrin stolz.
Nichtsdestotrotz musste die Schülerin das ein oder andere Mal über die richtige Antwort nachdenken. Ihre Mutter Renate Brüggen sagte dazu: „Ich finde diese Polizeiaktion richtig gut. Meine Tochter hatte die Verkehrserziehung zwar schon in der Grundschule, mit dem Informationsstand bot sich allerdings eine gute Gelegenheit diese noch einmal aufzufrischen. Zum Schulstart ist das doch eine klasse Sache.“
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