Neuss (NGZ). Trotz der vielen Angebote rund um Neuss waren die Veranstalter vom CityTreff Neuss mit der Resonanz auf ihr Fest "Neuss blüht auf" zufrieden. Die Markthändler reagierten unterschiedlich.
Sonntagsöffnung
Der CityTreff Neuss kümmert sich bereits seit vielen Jahren um die Organisation des Stadtfestes.
Eine Genehmigung dafür zu bekommen, an einem Sonntag die Geschäfte zu öffnen, ist nicht einfach.
Mit dem Hansefest am 26. September übernimmt der CityTreffzum letzten Mal die Planung.
Wer am Sonntag etwas Schönes unternehmen wollte, hatte die Qual der Wahl. Denn neben dem Stadtfest und verkaufsoffenem Sonntag in der Neusser Innenstadt boten auch das Maifest in Kaarst und der Trödelmarkt auf der Galopprennbahn Möglichkeiten zum Bummeln und Flanieren. Doch das Gedränge auf der Neusser Einkaufsmeile sprach für sich.
"Wir waren skeptisch, ob bei dem großen Freizeitangebot die Resonanz stimmt, doch wurden angenehm überrascht", erzählte Thomas Toll vom CityTreff Neuss, Organisator des Stadtfestes. Neben den geöffneten Geschäften, einzelnen Aktionen der Einzelhändler und Marktverkäufen, erwartete die Besucher auf dem Marktplatz eine Bühne, eine Aktionsfläche der Kosmetikmarke Jafra und am Kaufhof ein Nintendo Truck, an dem die kleinen Besucher zu Münzenjägern wurden.
"Hier ist großer Andrang. Viele, die Sonntag schon da waren, kamen noch mal, um zum Spaß ein bisschen an den Konsolen zu spielen", erzählte Carolin Jentzsch vom Nintendo-Team. Im Jafra-Truck hingegen fand ein Modelcasting statt. "Wir suchen das Jafra Gesicht 2011 und touren den Sommer über durch acht deutsche Städte. Neuss ist unsere zweite Station", erklärte Irina Deuter, Marketing und Sales Director bei Jafra.
Die Markthändler, die sich auf der Einkaufsstraße mit Schmuck, Bettwäsche, Wein oder Süßigkeiten aufgebaut hatten, erlebten den Sonntag ganz unterschiedlich. Vincenza Castrovinci die mit "Wattwurm" herzhafte Würstchen verkaufte, war völlig zufrieden. "Die Menschen sind gut gelaunt, das Wetter ist toll und die Musik auch klasse", lobte die Händlerin die Atmosphäre. Stefan Brozio, der Schmuck anbot, sah es anders. "Der Sonntag ist durchwachsen. Im Moment sind so viele Veranstaltungen, da kaufen die Leute nicht immer etwas. Man kann den Euro halt nur einmal ausgeben".
Auch die Besucher nutzten das Angebot des Stadtfestes unterschiedlich. Nina und Andreas Nover aus Neuss waren begeistert. "Wir haben schon in einigen Läden etwas gefunden und würden gerne noch häufiger sonntags einkaufen gehen", sagte das Paar. Ulrike Asche und Jan Dörrenberg kamen hingegen gezielt des Essens wegen. Bei Crêpes mit Schokolade erzählten sie: "In die Geschäfte gehen wir gar nicht. Das kann man in der Woche machen. Die Marktstände sind uns auch schon zu langweilig, aber immerhin gibt's hier alles, was man braucht." Das kulinarische Angebot war für sie und die beiden Kinder Laura und Marie dennoch Grund genug, das Stadtfest zu besuchen.
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