Neuss (NGZ). Neuss (-nau) Für das Sebastianuskloster in der Neusser Innenstadt hat sich zwar kein Orden gefunden, aber eine geistliche Gemeinschaft.
Zum 1. Juni werden dort zwei Priester der in der Slowakei beheimateten Gemeinschaft „Pro Deo et Fratribus“ (Für Gott und die Brüder) einziehen und auch den seelsorglichen Dienst in der Sebastianuskirche am Hauptstraßenzug übernehmen.
Das bestätigte am Mittwoch Dr. Manfred Becker-Huberti, Sprecher des Erzbistums Köln. Wochen später werden Nonnen der gleichen Gemeinschaft in Neuss sesshaft werden.
Mit dieser Lösung wird das vom Erzbistum verfolgte Ziel erreicht, die St. Sebastianuskirche als einen Ort der Beichte und Anbetung zu erhalten, an dem auch täglich in der Mittagszeit die Messe gelesen wird. Angebote, die angenommen werden.
Die im ehemaligen Stadtdekanat verfolgten Ideen, die kleine Kirche in der Innenstadt zum Kristallisationspunkt der Jugendpastoral zu machen, sind mit dieser Entscheidung vom Tisch. „Es wäre schade, so etwas kaputt zu machen“, sagt Kaplan Marcus Bussemer zu dem etablierten Angebot in St. Sebastianus.
Obwohl er als Kreisjugendseelsorger Kirche und Kloster auch im Sinne seines Konzeptes der jungen Kirche in Neuss geeignet befunden hatte. Doch dafür Tradiertes zerstören. Bussemer: „Das wäre ein schlechter Start für uns.“
Die Frage, was aus Kirche und Kloster wird, hatte sich Ende vergangenen Jahres eindringlich gestellt, als die Gemeinschaft Missionare Identes nach elf Jahren in Neuss das Haus räumte und die zuletzt in Neuss tätigen drei Patres und zwei Schwestern in die Nähe von Berlin übersiedelten.
Die entstandene Lücke schloss der Prämonstratenserchorherr Pius Ulrich, der seit Dezember den Titel Rector Ecclesiae an St. Sebastianus führte. Er sollte eigentlich schon im März eine Pfarrstelle im Bergischen Land übernehmen und von der City-Pastoral in die Gemeindearbeit zurückkehren.
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