Bürgerbeteiligung bei Umgestaltungsplänen der Further Straße (NGZ). Zu breite Straßen, zu schmale Gehwege, gravierende Mängel auf den Radwegen - kein Wunder, dass die Umgestaltung der Further Straße zwischen Berliner Platz und Theodor-Heuss-Platz dringend nötig ist. Nicht zuletzt auch in konsequenter Fortführung des Umbauprogramms, in das zuvor der nördliche Teil der Further Straße sowie der Venloer Straße einbezogen war. Unansehnlich und stark verbesserungsfähig: die Further Straße im südlichen Bereich. NGZ-Foto: A. Woitschützke
Geld steht auch bereits zur Verfügung - wenn auch "nur" für eine breite Bürgerbeteiligung. Die soll nun auch in Form eines Moderationsverfahrens stattfinden; eine Einbeziehung der Menschen vor Ort, mit der die Stadt bereits an anderer Stelle ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht hat (Glockhammer, Bustrasse). Die Stadt hat eine ausführliche Mängelliste vorgelegt. Sie zeigt deutlich, wie es um die südliche Further Straße bestellt ist: Die Gehwege sind zu schmal. Fußgänger werden durch Auslagen, abgestellte Fahrräder und Mülltonnen behindert.
Die sieben Meter breite Fahrbahn erzeugt nach Auffassung der Ratshaus-Fachleute eine zu große Trennwirkung in dieser Straße. Dort sind kaum Querungshilfen vorhanden, was das Passieren angesichts des starken Verkehrs schwierig macht. Schließlich entsprechen die Radwege nicht den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung. Ihre Breite ist mit 1,20 Metern zu gering, es fehlen Sicherheitstrennstreifen, die Oberfläche ist in schlechtem Zustand, sie sind oft zugeparkt, an Bushaltestellen entstehen Konflikte mit Fahrgästen.
Die Further Straße gilt als eine Hauptroute im Radwegenetz der Stadt. Bei einer Neuplanung müssen den Bedürfnissen der heute in Spitzenstunden bis zu 280 Radlern gebührend Rechnung getragen werden. Aber wie? Drei Varianten liegen auf dem Tisch, die in Reinform, darin sind sich die Planungspolitiker der Stadt einig, nicht umgesetzt werden, aber als Diskussionsgrundlage mit den Bürgern dienen sollen. Variante A sieht einen ähnlichen Straßenquerschnitt wie heute vor, mit einer geringeren Fahrbahnbreite (6,50 Meter), breiteren Radwegen zu Lasten der Gehwege (weniger als zwei Meter), wenig Grün, wenig Stellplätze.
Variante B sieht eine Fahrbahnbreite von sechs Metern vor, Radfahrstreifen, Gehwege mit einer Breite mit mehr als zwei Metern, einem Stellplatzangebot wie heute und wenig Grün. In Variante C beträgt die Fahrbahnbreite 5,50 Meter, es gibt einen Schutzstreifen für Radfahrer, dadurch sind Stellplätze auf beiden Seiten der Straße möglich, schmale Gehwege und viel Grün. Klaus D. Schumilas
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.