Neuss (NGZ). Neuss (h-er) Er war damals - im Jahr 1968 - die treibende Kraft zum Ausbau der Pathologie im Lukas-Krankenhaus: Dr. Matthias Haberich, der in diesen Tagen mit seiner Gattin Lydia auf einen sechzigjährigen gemeinsamen Lebensweg zurückblicken durfte.
Das Fest der Diamantenen Hochzeit wird heute im engsten Familienkreis gefeiert, mit den beiden Kindern, der Schwiegertochter und den zwei Enkeln.
Der Jubilar ist gebürtiger Kölner, die Jubilarin wurde in Pommern geboren, kam jedoch schon in jungen Jahren nach Potsdam, wo sich das Jubelpaar auch kennen lernte und wo auch im Jahr 1946 geheiratet wurde. Nach dem Besuch der Volksschule in seinem Veedel, dem Stadtteil Köln-Nippes, besuchte Haberich die Oberrealschule am Hansaring, wo er auch sein Abitur ablegte.
„Das war mit einigen Schwierigkeiten verbunden gewesen“, erinnerte er sich mit einem Schmunzeln. Er habe nach der Auffassung eines Lehrers kein sauberes Deutsch gesprochen, seine Aussprache sei sehr kölsch gewesen, aber letztlich habe er diese Hürde dennoch genommen.
Bei der Berufswahl entschied er sich zunächst für das Ziel Pianist, da er bis zum heutigen Tag ein begeisterter Musikfreund ist, aber dann hat er sich doch der Medizin zugewandt mit der Fachrichtung Pathologie. Sein Studium begann er in seiner Vaterstadt, Berlin, was damit zusammenhing, dass sein Vater - Lehrer von Beruf - nach dort versetzt wurde. Physikum und erstes Staatsexamen konnte er noch während des Krieges ablegen. Nach seiner Rückkehr vom Kriegseinsatz wurde er von der sowjetischen Besatzungsmacht dienstverpflichet und kam als Arzt in das Auffanglager Frankfurt/Oder, wo gleichermaßen ehemalige Wehrmachtsangehörige wie Flüchtlinge aus dem deutschen Osten untergebracht worden waren.
Nach Beendigung dieses Intermezzos entschloss sich das Jubelpaar zur Flucht in Richtung Westen und fand zunächst bei den Eltern von Matthias Haberich, die wieder nach Köln zurückgekehrt waren, eine vorläufige Bleibe. Aber bald konnte er in Bielefeld eine Stelle als Oberarzt antreten und ging von dort mit seiner Familie nach Luzern in die Schweiz.
1968 kam das Paar nach Neuss, wo Haberich bis 1984 dem Lukaskrankenhaus verbunden war. In Neuss wohnte das Paar zunächst an der Nordkanalallee, ehe es in die Pomona 123 umzog. Beide gingen über viele Jahre gern auf Reisen. Nach wie vor frönt der Jubilar seinem Hobby, Klavierspielen.
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