Neuss (NGZ). Neuss Seit Dienstag Nachmittag ist es endlich offiziell: Die Bauträgergesellschaft Objektplan baut das ehemalige Rheinische Landestheater (RLT) an der Drususallee in Neuss zu einem viergeschossigen Wohn- und Gewerbegebäude mit sechs Arztpraxen, einer Apotheke und acht Eigentumswohnungen um. Baustart: nächste Woche.
„Die Bagger können ab sofort anrollen und mit den Abrissarbeiten beginnen, da nun die Grundvoraussetzungen erfüllt sind“, sagte Rudolf Welzel von der Firma Objektplan, die das Gebäude vor rund anderthalb Jahren gekauft hat. Sprich: Die Baugenehmigung, die seit zwei Monaten vorliegt, und der Verkaufsstand. „Seit am Dienstag sind 60 Prozent der 2700 Quadratmeter Wohn- und Gewerbefläche vermarktet“, berichtete der Architekt im Gespräch mit der NGZ. Er sprach von mehreren Käufern und Investoren, darunter auch ein Neusser Apotheker.
Im Detail: Drei der acht Eigentumswohnungen im dritten, Dach- und Studiogeschoss sind bereits verkauft. Bei den gewerblichen Immobilien sieht der Verkaufsstand wie folgt aus: Im Erdgeschoss kommt eine Apotheke hinein. Dazu finden dort sowie im ersten und zweiten Obergeschoss jeweils zwei Arztpraxen ihren Platz. Alle sechs Arztpraxen haben bereits unterschrieben. Dabei legte der Immobilienmakler Alexander Busch, Geschäftsführer von Peter Busch Immobilien, Wert auf einen bunten Mix bei den Medizinern.
Eigentumswohnungen
Im historischen Umfeld der Bürgerhäuser errichtet die Firma Objektplan am ehemaligen Standort des Rheinischen Landestheaters acht moderne und helle Eigentumswohnungen von 85 bis 170 Quadratmetern. Der Kaufpreis für die Wohnungen mit Balkonen, Dachterrassen, Aufzug, Tiefgarage und Parkettfußböden liegt bei 275 000 Euro aufwärts.
„Mit einer Gynäkologie, einem Kinder- und Hautarzt, einem Internisten sowie einer orthopädischen und chirurgischen Praxis sind bestimmt 70 Prozent des medizinischen Bedarfs abgedeckt“, so Busch. Er achtete zudem darauf, dass dieser Bedarf vor Ort nicht überproportional abgedeckt ist. „Es gibt keine Neuzulassungen bei den Ärzten. Im Gegenteil, es sind alteingesessene Neusser Mediziner, die ihren Standort verbessern wollen.“
Apropos Standortverbesserung: Mit der Überbauung des ehemaligen Landestheaters erhält die Fläche, die seit mehr als sieben Jahren nicht mehr genutzt wird, nicht nur eine neue Funktion, sie wird auch optisch angepasst. Denn architektonisch und optisch setzt die 40 Meter lange Fassade des Neubaus die Reihe der Bürgerhäuser an der Drususallee fort. Der Neubau, so erklärte Welzel, soll schließlich wie ein sanierter, historischer Altbau aussehen. Mit Erkern und Vorbauten. „Funktional entstehen zwei Mal zwei Häuser, die jeweils mit einem Treppenhaus und Fahrstuhl erschlossen werden. Tatsächlich ist der Neubau aber als eine Einheit zu sehen“, so Welzel.
Unter dem Komplex entstehen 20 Tiefgaragenplätze, die sowohl von den Eigentümern der Wohnungen als auch von den Patienten genutzt werden können. Im Oktober 2008 soll das Bauvorhaben fertiggestellt sein. Die Investitionssumme beläuft sich auf 6,5 Millionen Euro.
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