Neuss (NGZO). Am Mittwoch Abend wurde das Werkstattverfahren für den Umbau des Jahnstadions abgeschlossen. Die NGZ sagt, warum es für den erarbeiteten Entwurf keine einhellige Zustimmung von den Teilnehmern gab.
Ein Konsens wurde nicht erreicht: Das Werkstattverfahren zur Umgestaltung des Jahnstadions endete am Mittwoch Abend zwar mit großer Zustimmung für den Entwurf, der auf der Grundlage von Raumskizzen der Arbeitsgruppen erstellt wurde. Aber die Moderatoren des Verfahrens, Henrik Schrader und Dr. Jörg Wetterich vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) in Stuttgart, wurden am Ende deutlich aufgefordert, ein Minderheitenvotum gegen diesen Vorschlag zu notieren.
Der Widerstand, der von Mitgliedern und Sympathisanten der Bürgerinitiative "Rettet das Jahnstadion" (die überraschend mit Frauke Arndt nach ihrem Ausstieg in der ersten Sitzung wieder vertreten war), der Bündnisgrünen und der FDP vorgebracht wurde, richtete sich im Wesentlichen gegen einen Baukörper im Jahnstadion – gemeint war das geplante Sportzentrum der TG Neuss.
Zeitplan ungewiss
Das Sportplanungsbüro "ikps" wird nun einen Abschlussbericht für die Rathausverwaltung erstellen. Wann das Thema Umgestaltung des Jahnstadion erstmals politische Gremien erreichen wird, ist völlig ungewiss. Auch, ob es in den anstehenden Haushaltsplanungen eine Rolle spielen wird.
Über Details des Entwurfes, das das Sportplanungsbüro zur Diskussion gestellt hatte, wurde lange Zeit nicht diskutiert. Für die Mehrheit deswegen, weil sie ihn für ausgesprochen gelungen hielten. "Das, was wir uns im Vorfeld gewünscht haben, ist hervorragend realisiert worden", sagte Ingrid Schäfer (CDU). Sehr zufrieden äußerte sich auch Uwe Bünzel. Der Vorsitzende der DJK Novesia, deren Fußballer jetzt doch im Jahnstadion bleiben können, bezeichnete die Situation als "sehr gut für die DJK".
Denn den Fußballern sollen laut Planentwurf anderthalb Kunstrasenplätze zur Verfügung stehen, dazu die Möglichkeit, Multifunktionsfelder nutzen zu können. Und: Das große Rasenspielfeld soll erhalten bleiben. Darüber freuten sich auch die Vertreter der Schulen. Kernpunkte des Entwurfs sind die Eingangssituation mit dem TG-Zentrum als möglichem Blickfang (TG-Vorsitzender Mario Meyen: "Bei einigen scheint es eine TG-Psychose zu geben. Ich weiß nicht, ob die behandelbar ist."), das allerdings auch Richtung Wohnbebauung rücken und als Schallschutz wirken könnte.
Vor dem TG-Zentrum gäbe es einen "Marktplatz" als Treffpunkt, der zu verschiedenen Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für kleine Kinder, Jugendliche (Trendsport), Erwachsene und Senioren leitet. Kritiker – darunter Dr. Achim Rohde, der erstmals für die FDP am Verfahren teilnahm – äußerten, dass keine alternative Planung ohne TG-Zentrum bzw. mit einem außerhalb des Kernbereiches des Stadions vorgelegt wurde. Das gäbe massive Probleme beim Planungsrecht.
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