Neuss (NGZ). Die Gemeinde St. Elisabeth und St. Hubertus hat ihre Kindertagesstätte und ihr Altenheim zu Nachbarn gemacht und damit ihre sozialen Einrichtungen räumlich konzentriert. Die Einweihung war der Auftakt zur Cornelius-Oktav.
Der Weg war lang, doch das Ziel ist in Sicht. Mit der Einweihung der neuen Kindertagesstätte St. Hubertus ist das soziale Zentrum am Nordostrand der Gartenvorstadt definiert.
Diese Aufgabe hat die katholische Kirchengemeinde St. Elisabeth und St. Hubertus nach ihrer Fusion dem Standort rund um die Hubertuskirche zugewiesen, während die Elisabethkirche mit dem Pfarrheim als Pfarrzentrum entwickelt wird.
Eckpfeiler des sogenannten sozialen Zentrums sind das Hubertusstift, das größte Alten- und Pflegeheim der Stadt, und eben die Kindertagesstätte, die als anerkanntes Familienzentrum über die Kinder auch die Familien zu erreichen sucht. Sie wurde an der Stelle errichtet, wo bis vor zwei Jahren das Pfarrheim St. Hubertus stand.
Der alte Standort
Adresse Der Kindergarten St. Hubertus lag an der Lorbeerstraße.
Areal 2000 Quadratmeter.
Pläne Das Gelände soll verkauft und damit der Gemeindeanteil an der Finanzierung des Neubaus an der Lupinenstraße in Höhe von 500 000 Euro gedeckt werden.
Bewerber Viele. Der Kirchenvorstand favorisiert aber Pläne der St.-Augustinus-Kliniken, dort betreutes Wohnen für 14 Jugendliche zu ermöglichen.
Von diesem musste sich die Gemeinde trennen, nachdem das Erzbistum seine Zuschüsse für solche Versammlungsstätten insgesamt reduzieren musste und der Unterhalt so für die Gemeinde nicht mehr zu stemmen war.
Die Einweihung wurde mit dem Auftakt der Cornelius-Oktav verbunden – einem spirituellen Zentrum in der Gemeinde. Dem Gottesdienst, der an der Selikumer Cornelius-Kapelle abgebrochen und in die Hubertus-Kirche verlegt werden musste, folgte Einweihungsfeier und Kinderfest mit einigen hundert Besuchern. Von ihrem Haus Besitz ergriffen hatten die Kinder allerdings schon am letzten Tag vor den Sommerferien.
Auch die angehenden Schulkinder, die das Wachsen der neuen Einrichtung ein Jahr lang mitverfolgt und im Rahmen des Projektes "Auf der Baustelle" begleitet hatten, sollten diesen Moment noch miterleben, begründet Leiterin Christina Cwiorek die Terminwahl. Aber der Umzug erfolgte auf eine Baustelle, denn das Außengelände war noch Wüste. Nachdem auch das nun gestaltet wurde, konnten die Gäste erleben, dass der Architekt Georg Iglauer ein schönes Haus für die 68 Kinder geschaffen hat. Dort haben sie auf zwei Etagen viel Platz.
Ein Versammlungsraum von 45 Quadratmetern Größe gibt dem Haus aber auch eine Bedeutung als Treffpunkt in der Gemeinde. Dort probt abends der Kirchen- und demnächst der Kinderchor. Dort tagen Gremien und Arbeitsgruppen, dort bietet das Familienzentrum Kurse an.
Und auch ein Elterncafé, dass den Eltern der Kindergartenkinder als offener Treff dient, wurde dort etabliert. Wird im Schatten der Hubertuskirche ein größerer Saal benötigt, so findet sich dieser im direkt benachbarten Hubertusstift, wo auch die Gemeindebücherei untergekommen ist. Ein Konzept, wie Stift und Kita im sozialen Zentrum zusammenwirken können, ist in Arbeit.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.