Seit Donnerstag Abend ist der Neusser Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe Vorsitzender des Diakonischen Werkes Neuss. Auf der Versammlung in der Kreuzkirche in Gnadental wählten ihn die Mitglieder zum Nachfolger von Pfarrer Franz Dohmes. Vier Jahre lang ist Gröhe nun als Vorsitzender gewählt.
Die anderen Vorstandsmitglieder - stellvertretende Vorsitzende Dr. Helga Vosberg, kaufmännische Geschäftsführerin Dagmar Schwedler und diakonischer Geschäftsführer Diakon Achim May - standen nicht zur Wahl. "Mich beeindruckt, in welcher Weise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Diakonischen Werk hohe Fachlichkeit und ein klares Bekenntnis zur christlichen Orientierung ihrer Arbeit miteinander verbinden", sagte Hermann Gröhe.
Angesichts eines enger gewordenen finanziellen Rahmens bei gleichzeitigem Fortschritt etwa im Bereich der Pflege und der Medizin stelle die Aufrechterhaltung eines hohen fachlichen Standards eine große Herausforderung dar. "Und wenn dazu ein klares Zeugnis vom christlichen Grund unseres Handelns tritt, ist das in Zeiten fortschreitender Säkularisierung alles andere als selbstverständlich", dankte Gröhe den Mitarbeitern.
Den Vorsitz übernehme er gern, erklärte er: "Ich möchte in meinem politischen wie in meinem kirchlichen handeln einen Beitrag dazu leisten, die bewährte Partnerschaft zwischen dem Staat, und auch den Kommunen, sowie den Kirchen, die sich gerade in der Arbeit von Diakonie und Caritas zeigt, gleichsam in die nächste Generation zu tragen."
Diakon Achim May erklärte, die Stärke des Diakonischen Werkes liege darin, dass die Arbeit "von einer großen Zahl engagierter, sich häufig aufopfernder, freiwilliger und hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und großen Betern unter uns geschehen konnte". Dieser hohe Standard sozialer Leistungen müsse ausgebaut werden.
Das Diakonische Werk Neuss beschäftigt 150 Mitarbeiter, einschließlich der geringfügig Beschäftigten, außerdem 25 Zivildienstleistende. Genau 183 Ehrenamtler unterstützen die Aufgaben. Zu den zahlreichen Einrichtungen und Diensten in Familien- und Jugendhilfe, Psychiatrie, Alten- und Krankenpflege sowie Häuslicher Hospizdienst und Arbeitsinitiativen zählen auch Schuldnerberatung, der Freizeittreff Hof-Café für psychisch Kranke, das Fliedner-Haus und das Unternehmen NOAH GmbH. cw
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