Neuss (NGZ). Neuss (NGZ) Die Neusser hatten diesmal die Nase vorn: Die erste Unterschrift unter einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit in Mönchengladbach und der ARGE im Rhein-Kreis Neuss sowie einer Zeitarbeitsfirma stammt von Oliver Weinem.
Er ist Niederlassungsleiter von AB Zeitpersonal in Neuss. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Service der Agentur für Arbeit und begrüße solche Vereinbarungen“, sagt er. Ziel des Kontrakts ist es, eine einheitliche und reibungslose Zusammenarbeit sicherzustellen. Zeitarbeitsfirmen werden von den Agenturen genauso behandelt wie alle anderen Unternehmen auch.
Dazu gehören auf Seiten der Agentur für Arbeit in Mönchengladbach hohe Qualitätsstandards im Vermittlungsprozess, die IT-Unterstützung sowie Veranstaltungen wie Jobbörsen. Die Zeitarbeitsfirmen verpflichten sich im Gegenzug beispielsweise, nur Stellenangebote bei echtem Bedarf zu melden. Die Offerten müssen ein ausführliches Qualifikationsprofil enthalten sowie Arbeitsort und Gehalt.
Ebenso wichtig ist, dass das Stellenangebot nur bei einer Agentur für Arbeit gemeldet wird und nicht mehrere eingeschaltet werden. Damit soll vermieden werden, dass mehr Stellen auftauchen als tatsächlich vorhanden sind. Die Kooperationsvereinbarungen werden bundesweit getroffen und sollen auch bundesweit geltende Servicestandards garantieren.
Im Agenturbezirk Mönchengladbach werden in den nächsten Wochen 32 solcher Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Unterschrieben werden sie jeweils vom Operativen Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Mönchengladbach, Ingo Zielonkowsky, den ARGE-Geschäftsführern Wendeline Gilles oder Klaus Müller sowie den Geschäftsführern der Zeitarbeitsfirmen. 13 sind aus dem Rhein-Kreis Neuss, 19 aus Mönchengladbach.
„Wir arbeiten bereits seit längerem nach diesen zwischen uns und den Zeitarbeitsfirmen abgestimmten Standards“, sagt Ingo Zielonkowsky. „Sie sind wichtig, damit wir auf der einen Seite dem Arbeitgeber die geeigneten Bewerber schicken können und auf der anderen Seite unsere Bewerber in den geeigneten Arbeitsplatz vermitteln können. Best Match eben.“
Die Zeitarbeitsbranche boomt seit Jahren. Im Agenturbezirk Mönchengladbach stieg die Zahl der Neueinstellungen bei den Zeitarbeitsfirmen von 4144 im Jahr 2001 auf 9443 im Jahr 2006. Da heißt, mehr als doppelt so viele Männer und Frauen haben im vergangenen Jahr bei einer Zeitarbeitsfirma einen Job erhalten als noch 2001. 71 Prozent der Vermittelten waren vorher arbeitslos.
Und es zeigt sich auch, dass rund ein Drittel aller Zeitarbeiter von den Firmen übernommen wird. Tendenz steigend. „Mit dieser Entwicklung können wir sehr zufrieden sein“, so Zielonkowsky. „Und bundesweit geltende Kooperationsvereinbarungen werden diese Ergebnisse noch verbessern und noch mehr Menschen wieder einen festen Arbeitsplatz verschaffen“, ist der Fachmann überzeugt.
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