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Neuss: Kunsthandwerk live erleben

zuletzt aktualisiert: 30.05.2008 - 21:41

Neuss (NGZO). Neuss Der „Arbeitsplatz Kunst“ wächst und wächst: Nicht nur, dass in diesem Jahr 55 neue Künstler an dem Projekt teilnehmen, auch eine eigene Internetseite wurde eingerichtet, auf der sich Interessierte über alle teilnehmenden Künstler informieren können.

Fotografische Werke gibt es bei Thomas Spring in Neuss zu sehen.
 Foto: NGZ-Online
Fotografische Werke gibt es bei Thomas Spring in Neuss zu sehen. Foto: NGZ-Online

„Wir wollten in diesem Jahr mal etwas Neues machen und haben über ein Plakat mit allen Künstlern drauf oder einen Begleit-Katalog nachgedacht“, erzählt der Neusser Kulturamtsleiter Harald Müller. „Wir haben uns dann aber für die Internetseite entschieden.“

Wechselnde Künstler

Von dieser Präsenz soll der Arbeitsplatz Kunst nämlich nicht nur bei der sechsten Auflage am 14. und 15. Juni profitieren, sondern auch bei den Folgeveranstaltungen. „Auf der Plattform kann man das ganze Jahr über die Künstler aus der Region näher kennenlernen“, sagt der Kaarster Kulturmanager Klaus Stevens, der an dem Projekt „Internet“ beteiligt war.

Wenn möglich, soll die Internetseite kontinuierlich ausgebaut werden - auch mit Künstlern, die in diesem Jahr nicht am „Arbeitsplatz Kunst“ teilnehmen. „Es ist ganz normal, dass nicht jedes Jahr die gleichen Künstler teilnehmen“, so Müller.

Das liege zum einen daran, dass manche einfach verhindert sind und zum anderen daran, dass nicht jeder Künstler Interesse daran hat, seine Werke und seine Arbeit jedes Jahr vorzustellen. „Es gibt auch welche, die gar nicht an diesem Projekt teilnehmen, weil sie nur kleine Privatateliers haben und einfach nicht möchten, dass da wildfremde Leute ein ganzes Wochenende drin herum laufen“, erklärt Harald Müller.

Insgesamt präsentieren in zwei Wochen 137 Künstler ihre Arbeiten - und gleichzeitig auch ihren Arbeitsplatz. Denn beim „Arbeitsplatz Kunst“ ist der Name Programm. Müller: „Wir wollen keine normale Ausstellung präsentieren, sondern wie die Werke entstehen und das natürlich auch in den jeweiligen Ateliers.“

Info
Blick auf die Homepage

Im Internet ist das Projekt unter www.arbeitsplatz-kunst.de zu finden. Gesucht werden kann dort sowohl unter dem Namen von Künstlern oder nach dem Ort sowie nach der Art der Kunst. Viele der Künstler präsentieren dort nicht nur kleine Porträts und Biografien von sich, sondern geben auch Einblicke in ihre Werke. In Zukunft soll die Internetseite mit allen Künstlern des Kreises immer weiter ausgebaut und vervollständigt werden.

Ein Programm-Flyer, der mit allen Adressen und einem großen Stadtplan versehen ist und bereits 22 000 Mal gedruckt wurde, soll den Besuchern bei der Auswahl helfen. Außerdem werden an manchen Orten magentafarbene Pfeile an den Straßen zur Orientierung zu finden sein. „Allerdings nur da, wo die Künstler sie selber installieren“, sagt der Neusser Kulturamtsleiter Müller. „Das Material haben aber wir zur Verfügung gestellt.“

Unter den teilnehmenden Künstlern sind 96 Frauen und 41 Männer - erstmalig verstärkt durch die Stadt Korschenbroich. „Die Künstler sind auf mich zugekommen und wollten gerne teilnehmen“, erklärt Michaele Messmann, die Leiterin des Korschenbroicher Kulturamtes.

Zum ersten Mal dabei: Carola Paschold aus Korschenbroich. Foto: NGZ-Online

Eine weitere Premiere wird es in Grevenbroich geben, wo in der Versandhalle kleine Highlights zu sehen sein werden, die auf die Ateliers der Künstler aus Grevenbroich hinweisen sollen. „Es soll eine Art Appetizer sein“, so Stefan Pelzer-Florack vom Kulturamt der Schlossstadt. Außerdem wird dort auch eine Woche nach dem Kunst-Wochenende ein gemeinsames Abschlussfest sein, bei dem noch einmal alle Künstler aus allen Gemeinden und Städten zusammenkommen sollen.

Offen für weitere Teilnehmer

Möglicherweise wird diese Feier im nächsten Jahr übrigens noch um einiges größer ausfallen, da die Verantwortlichen des „Arbeitsplatz Kunst“ anstreben, den gesamten Rhein-Kreis mit in das Projekt einzubeziehen. Neben Dormagen fehlen lediglich noch Meerbusch und Rommerskirchen. „Wir sind offen für jede neue Beteiligung“, erklärt Harald Müller. „Einige lockere Gespräche hat es auch schon gegeben.“

Info Samstag, 14. Juni, von 13 bis 19 Uhr und Sonntag, 15. Juni, von 11 bis
18 Uhr in allen teilnehmenden Ateliers.

Foto
Neben diesem Fisch präsentiert Ursula Gabler weitere Werke in Grevenbroich. Foto: NGZ-Online

 
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