Neuss (NGZ). Neuss In den katholischen Gemeinden tut sich viel Gutes, es ist nur nicht jedes gelungene Engagement bekannt. Um die zahlreichen segensreichen ehrenamtlichen Einrichtungen und Aktionen in den Pfarreien weiter zu fördern, hat der Katholikenrat Neuss jetzt den „Hermann-Straaten-Preis“ für Beispiele gelungenen Engagements in den Pfarrgemeinden der Dekanate Neuss-Nord und Neuss-Süd ins Leben gerufen, mit dem bis zu drei Projekte ausgezeichnet werden. Die Laien-Vertretung der Katholiken in Neuss, Kaarst, Büderich und Glehn wird diesen mit 3000 Euro dotierten Preis mit dem Leitgedanken „Unsere Gemeinde lebt“ alle zwei Jahre an engagierte Christen und Pfarrgemeinden vergeben. Bewerbungsschluss für die erste Preisvergabe ist der 31. Januar 2008.
Info
Bewerbungen für den Hermann-Straaten-Preis sind bis 31. Januar 2008 an den Katholikenrat, St.-Piuskirchplatz 3, 41464 Neuss zu richten. Weitere Infos unter www.katholisch-in-neuss.de im Internet.
„Gerade in dieser Zeit mannigfaltiger Veränderungen in Kirche und Gesellschaft möchten wir mit dem Hermann-Straaten-Preis den Blick auf Aktionen und Initiativen von engagierten Laien in unseren Gemeinden lenken, die besondere und ermutigende Projekte ins Leben gerufen haben“, so heißt es im Brief des Katholikenrats Neuss, der in diesen Tagen an die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte, die stellvertretenden Vorsitzenden der Kirchenvorstände, an Katholische Verbände, Pfarrer und Seelsorger in den Dekanaten Neuss-Nord und Neuss-Süd geschickt wird.
„Wir wollen mit diesem Preis die lebendige Gemeinde unterstützen“, erläutert Hans-Dieter Schröder, Vorsitzender des Katholikenrats, im Gespräch mit der NGZ. Der Namensgeber des neuen Preises, Hermann Straaten - Mitbegründer und erster Vorsitzender des damaligen Katholikenausschusses, Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Mütterbildung Neuss, dem heutigen „familienforum edith stein“ - hat zeitlebens das Pfarrleben und die Laienarbeit tatkräftig unterstützt. Jetzt hat die Familie Straaten ihre Einwilligung gegeben, dass der Preis nach dem 2006 gestorbenen Unternehmer Hermann Straaten benannt wird.
„Mit dem Preis soll das hervorgehoben werden, was Kirche in ihrer Mitte ausmacht“, erklärte Katholikenrats-Vorstandsmitglied Joachim Braun, Leiter des „familienforums edith stein“. „Wir wollen den Blick auf die erfolgreichen und engagierten Aktionen lenken.“ Die könnten dann auch über das Familienforum vernetzt werden. „Wir hoffen natürlich auch darauf, dass die Pfarren sehen, welch gute Projekte andere Gemeinden bereits auf die Beine gestellt haben - und dann vielleicht eben solche initiieren oder sich mit ihnen vernetzen“, erläutert Sabine Wolters, stellvertretende Vorsitzende des Katholikenrats Neuss.
Die eigene, gute Arbeit dürfe nicht in den Hintergrund rücken, sondern könne vielleicht auch anderen einen Weg aufzeigen. „Arbeit in den Pfarren muss nicht doppelt gemacht werden“, betont Hans-Dieter Schröder, der hofft, dass der Hermann-Straaten-Preis Mut macht, etwas auf die Beine zu stellen.
Beteiligen können sich Gremien, Gruppen oder Initiativen einer Pfarrgemeinde, eines Pfarrverbandes beziehungsweise Seelsorgebereiches. Der jeweilige Projektverantwortliche kann mit dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden zusammen einen formlosen Antrag an den Katholikenrat stellen, der dann eine Jury mit Vertretern aus Kirche und öffentlichem Leben beruft, die die Auswahl trifft. Möglich sind alle alten und neuen Projekte: Die Themen können von Taufpatenschaften wie in Glehn und Grefrath, bei denen neben dem Priester auch tauferfahrene Mütter den Eltern bei der Vorbereitung der Taufe zur Seite stehen, über Missions- und Eine-Welt-Projekte bis zu Hilfen für Altenheime oder Schulen reichen.
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